Präsidenten Röring und Conzen erstmals bei Ministerin Heinen-Esser

06. Juli 2018

Ferkelkastration, JGS-Anlagen, GAP und Düngeverordnung: Diese Themen standen im Mittelpunkt beim ersten Gespräch von Johannes Röring und Bernhard Conzen, den Präsidenten von WLV und RLV, sowie deren Hauptgeschäftsführer mit der neuen NRW-Landwirtschaftsministerin, Ursula Heinen-Esser.

An vorderster Stelle sprach Präsident Röring den dringenden Handlungsbedarf bei der Ferkelkastration an. Nach dem deutschen Tierschutzgesetz endet die betäubungslose Kastration von Ferkeln am 31.12.2018. Sollte es bei den bisherigen, unzureichenden Wegen bleiben, seien Vermarktungsschwierigkeiten und erhebliche Wettbewerbsnachteile zu erwarten. Präsident Röring sprach sich dafür, die Lokalanästhesie mit Schmerzmitteln – den so genannten 4. Weg - als Alternative zu ermöglichen. Frau Heinen-Esser sagte Unterstützung, gegebenenfalls auch im Bundesrat, zu.

Bezüglich der Anforderung an JGS-Anlagen wurde die Einrichtung einer Arbeitsgruppe vereinbart, welche die technischen Anforderungen prüfen soll. Ferner soll erörtert werden, inwieweit Fördermöglichkeiten für den Bau von JGS-Anlagen bestehen.

Ministerin Heinen-Esser will die Länder-Öffnungsklausel der Düngeverordnung mit den drei bisher diskutierten Maßnahmen - verkürzte Einarbeitungsfrist, Analyse von Wirtschaftsdüngern, verlängerte Sperrfrist für Grünland - umsetzen. Präsident Röring schlug vor, zusätzliche kooperative Ansätze mit regionalen Schwerpunkten zu verfolgen. So könnten Nitrateinträge noch weiter reduziert werden. Jetzt will das Ministerium gemeinsam mit den Verbänden einen zusätzlichen kooperativen Ansatz erörtern.

Daten werden geladen …