Bauern-Demo bei der AMK verleiht Forderung nach 4. Weg Nachdruck

28. September 2018

Mit einer eindrucksvollen Demonstration haben rund 2.000 Bauern aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen am Donnerstag am Rande der Agrarministerkonferenz ihre Forderung nach dem so genannten 4. Weg - der Lokalanästhesie für die Ferkelkastration - unterstrichen. Aufgerufen zur Demo hatten WLV und RLV.

„Wir werben mit Nachdruck bei den politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern, bei Parteien und Ministerien, für eine praktikable Lösung in der zentralen Frage der Ferkelkastration. Drei Monate vor Inkrafttreten des Verbots der betäubungslosen Kastration stehen mehrere Tausend deutsche Sauenhalter aufgrund politisch motivierter Blockadehaltungen ohne wirklich funktionierende Lösung da“, sagte WLV-Präsident Johannes Röring vor den Demonstranten.

Carsten Spieker machte als Sprecher der Sauenhalter in Westfalen-Lippe keinen Hehl aus seinem Frust: "Wir Bauern reden seit sechs Jahren über das Thema ohne einen praktikablen Weg gefunden zu haben." Er warnte vor einem Verschwinden der Sauenhaltung in Deutschland und sagte: "Die Verantwortung dafür liegt dann nicht bei den Bauern, sondern den politisch Handelnden in Berlin.“

Die ebenfalls anwesenden Präsidenten des RLV, Bernhard Conzen, und des Landvolks Niedersachsen, Albert Schulte to Brinke, der Vizepräsident des Hessischen Bauernverbandes, Volker Lein, sowie der Vorsitzende der ISN, Heinrich Dierkes, und der stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes Rind und Schwein, Paul Hegemann, sprachen zu den versammelten Bauern.

Entschließung zur Agrarministerkonferenz benennt Anliegen

In einer Entschließung formulieren die Landwirte ihre Forderungen:
• Lokalanästhesie zulassen
• Tierschutzgesetz ändern, Frist für den Ausstieg verschieben
• Schweinefleisch aus deutscher Erzeugung kennzeichnen

Die Resolution finden Sie unter www.wlv.de.

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