Bezirkskonferenzen: Vorsitzende der LOV diskutieren mit WLV-Präsidium

26. Oktober 2018

In dieser Woche starteten die turnusmäßigen WLV-Bezirkskonferenzen für Ortsverbandsvorsitzende des Jahres 2018. In Werl (Bezirksverband Südwestfalen) und Rheda (Bezirksverband OWL) präsentierte das WLV-Präsidium aktuelle Themen der Verbandsarbeit und stellte sich den Fragen der Delegierten. Schwerpunkte der Diskussionen bildeten die Herausforderungen der Tierhalter auf den Märkten und die Kontroversen über Tierhaltung in Politik und Gesellschaft. Viele Milchviehhalter sehen sich vor allem durch große Erlösschwankungen bei Milch und Milchprodukten und die oft als willkürlich empfundene Einforderung höherer Standards durch den LEH (ohne Kostenausgleich) herausgefordert. Der WLV wird sich weiterhin entschieden dafür einsetzen, dass höhere Standards auch durch höhere Erzeugerpreise vergütet werden müssen.

Auch die heimischen Schweinehalter stehen vor einer ganzen Reihe von Herausforderungen. Neben den hochemotionalen Themen Ferkelkastration, Schwänze kupieren und Umgang mit kranken Tieren bildeten Fragen des Baurechts (Umgestaltung der Gruppenhaltung von Sauen im Deckzentrum), der Haltungs- und Herkunftskennzeichnung (staatliches Label, ITW), der Preisfindung (Hauspreise) und das Thema „Afrikanische Schweinepest“ Schwerpunkte der Diskussionen.

Lebhafte Debatten gab es über die Frage, wie es gelingen kann, mehr Geld aus der Landwirtschaft für selbstgesteuerte Imagearbeit der Bauernfamilien einzusammeln. Mit der neugegründeten Landwirt schafft Leben GmbH steht erstmals seit dem Ende der CMA im Jahr 2009 eine Struktur zur Verfügung, mit der dies auf Basis freiwilliger Zahlungen umsetzbar erscheint. Über den Winter soll es gelingen, die bisher fehlende Bereitschaft der Tierhalter in Westfalen-Lippe zu wecken, sich hierfür zu engagieren.

Die letzte Bezirkskonferenz 2018 findet am kommenden Mittwoch (31.10.) im WLV-Bezirksverband Münsterland statt.

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