Bundesumweltministerium legt Plan zum Glyphosat-Ausstieg vor

09. November 2018

Das Bundesumweltministerium (BMU) hat einen Plan zum schrittweisen Ausstieg aus der Nutzung von Glyphosat vorgelegt. Dazu sollen in die Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung folgenden Beschränkungen aufgenommen werden:

  • Ein Verbot des Glyphosateinsatzes in ökologisch sensiblen Gebieten und in Wasserschutzgebieten,
  • ein Verbot für die Vorsaat- und Stoppelbehandlung und die Sikkation im Ackerbau sowie bei Sonderkulturen,
  • die Festlegung eines generellen Gewässerabstandes in Anlehnung an die Regelungen zu den Gewässerrandstreifen.

Generell plant das BMU, das Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel an Auflagen zum Schutz der Artenvielfalt zu knüpfen und zwar für alle Mittel, die die Artenvielfalt nachweislich schädigen. Der DBV bewertete den Vorschlag des BMU als wenig durchdacht und inakzeptabel. DBV-Präsident Rukwied kritisierte, dass das BMU mit diesem Alleingang die laufenden Verhandlungen mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium gefährde.

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