Schweinemäster und Vermarkter überrascht von Hauspreisen

08. Februar 2019

Die Preispolitik der großen Schlachtunternehmen Westfleisch, Vion und Tönnies hat sowohl die Schweinemäster als auch Erzeugergemeinschaften und Viehhandelsunternehmen überrascht. Schon in der vergangenen Woche war mit steigenden Preisen am Schlachtschweinemarkt gerechnet worden, ein Preisanstieg spätestens in der aktuellen Woche schien so gut wie sicher. Umso größer ist die Enttäuschung, dass die von der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften vorgenommene Anhebung des VEZG-Preises auf Widerstand der Unternehmen traf.

Hubertus Beringmeier, Vorsitzender des WLV-Veredlungsausschusses, bringt es auf den Punkt: „Ich vermarkte wöchentlich Schweine und kann aktuell eher mehr als weniger vermarkten. Deshalb sind die Hauspreise der Großen für mich nicht nachvollziehbar.“ Bei dieser Form „der Preisfindung“ gebe es nur Verlierer. Letztlich säßen Vermarkter in einem Boot und müssten das gemeinsame Interesse höherer Preise verfolgen, so Beringmeier. „Ich verlange, dass das Gerangel um die Schweinepreise ein Ende hat und die Vereinigung ihren verantwortungsvollen Job erledigen kann.“ Beringmeier verwies auf die für Veredler angespannte Situation durch die drohende Verschärfung der Düngeverordnung: „Gegen die Vorschläge, die Berlin nach Brüssel geschickt hat, werden wir mit aller Kraft vorgehen."

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