NRW-Weidetierhalter in NRW fordern besseres Wolfsmanagement

26. April 2019

Bei der nächsten Umweltministerkonferenz am 8./9. Mai in Hamburg sind der Umgang mit dem Wolf und der Schutz der Weidetierhaltung vor Wolfsschäden ein zentrales Thema. Im Vorfeld haben sich die Verbände der Weidetierhalter in NRW – WLV, RLV, LVÖ, Schafzuchtverband und das Fleischrinder-Herdbuch - auf eine gemeinsame Haltung verständigt. Diese ist heute Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser zugegangen.

Im Positionspapier drücken die Beteiligten ihre große Sorge vor einer bundesweit wachsenden Wolfspopulation aus. Alleine in Norddeutschland haben Wölfe seit 2015 bei über 500 Übergriffen mehr als 1.300 Nutztiere getötet. Davon ist inzwischen auch Nordrhein-Westfalen betroffen. Seit 2018 fielen hierzulande bereits über 50 Nutztiere dem Wolf zum Opfer. Damit stellt die Ausbreitung des Wolfes eine elementare Gefährdung der Weidehaltung von Schafen und Ziegen, Rindern, Pferden und Gehegewild dar.

Vor diesem Hintergrund fordern die Unterzeichner eine mutige Fortentwicklung des Wolfsmanagements zum Schutz der bedrohten Weidetierhaltung wie auch gezielte Maßnahmen zu deren Unterstützung. Im Einzelnen werden gefordert:

  • Klare Regelungen und Vorgaben für die schnelle Entnahme von auffälligen Wölfen
  • Zeitnahe und vollständige Entschädigung bei Wolfsrissen
  • Vollumfängliche Förderung beim Herdenschutz
  • Unterstützung für die Weidetierhaltung über die 2. Säule
  • Offene Diskussion über „wolfsfreie Gebiete“ und Regulierung des Bestandes

Das Positionspapier finden Sie hier.

Download

Gemeinsame Position zum Wolf
(26. April 2019)

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