Wolfsmanagement: Gesetzesentwurf ein Schritt in die richtige Richtung

07. Juni 2019

Das Bundesumweltministerium hat einen Referentenentwurf zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes zum Umgang mit dem Wolf veröffentlicht. Nach dem Entwurf soll ein Abschuss von Wölfen auch möglich sein, wenn dieser Wolf nicht bereits als Täterwolf nachgewiesen worden ist. Der Abschuss einzelner Wölfe eines Rudels soll künftig auch dann erlaubt werden können, wenn unklar ist, welcher Wolf Tierrisse vorgenommen hat.

Zum Referentenentwurf hat der Deutsche Bauernverband Stellung genommen. Für den WLV sind die beabsichtigten Regelungen ein Schritt in die richtige Richtung. Schon Anfang Mai hatten die Organisationen der Weidetierhaltung in NRW ein Positionspapier verabschiedet. Darin fordern sie eine "mutige Fortentwicklung des Wolfsmanagements zum Schutz der bedrohten Weidetierhaltung". U.a. werden gefordert:

  • Klare Regelungen für die schnelle Entnahme von auffälligen Wölfen
  • Zeitnahe und vollständige Entschädigung bei Wolfsrissen
  • Förderung des Herdenschutzes
  • Unterstützung für die Weidetierhaltung über die 2. Säule
  • Offene Diskussion über „wolfsfreie Gebiete“ und Regulierung des Bestandes

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