Deutlicher Rückgang beim Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung

21. Juni 2019

Der in dieser Woche vom Bundeskabinett gebilligte Evaluierungsbericht zum Antibiotikaminimierungskonzept der 16. AMG-Novelle bestätigt die seit Jahren sichtbare Verringerung des Antibiotikaeinsatzes in der deutschen Nutztierhaltung. Aus Sicht von DBV und WLV zeigen die aktuellen Zahlen, dass die Tierhalter gewissenhaft und verantwortungsbewusst mit Antibiotika umgehen und sich der Herausforderung bei der Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen stellen.
Hierzu hat vor allem die Vorreiterrolle des Antibiotikamonitorings im QS-System einen großen Beitrag geleistet.

Der Rückgang in der Schweinehaltung lag bei mehr als 40 Prozent. Bei Mastrindern lagen die Kennzahlen und Therapiehäufigkeiten sogar nahe null. Auch der Einsatz von Reserveantibiotika konnte reduziert werden.

In den Jahren 2011 bis 2017 wurden insgesamt 57 Prozent weniger Antibiotika von pharmazeutischen Unternehmen an Tierärzte abgegeben. Laut Evaluierungsbericht sank die von Tierärzten an die Landwirtschaft abgegebene Gesamtverbrauchsmenge von 2014 bis 2017 bei allen sechs Nutzungsarten. Hierzu zählen Mastschweine, Aufzuchtschweine, Masthühner, Mastputen, Mastkälber und Mastrinder.

Darüber hinaus trat bei allen Nutzungsarten und Betriebsgrößenklassen eine signifikante Reduktion der betrieblichen Therapiehäufigkeiten ein.

Eine ausführliche Stellungnahme des QS-Koordinierungsbeirats zu den vorgelegten Zahlen finden Sie hier.

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