Klimaschutz rechnet sich für Bauernhöfe

05. Juli 2019

Die Klimaschutzanforderungen an die Landwirtschaft beschäftigten am Mittwoch den Vorstand des WLV. Vor den Kreisverbandsvorsitzenden erläuterte Ansgar Lasar, Klimaschutzexperte der LWK Niedersachsen, welchen Beitrag die Landwirtschaft zum Klimaschutz leisten kann und dass eine Klimabilanz für Bauernhöfe wirtschaftlich sinnvoll ist.

Die deutsche Landwirtschaft, sagte Lasar habe einen Anteil von etwa 7,3 Prozent an allen Treibhausgasemissionen in Deutschland. Ganz vorne stehe die Energiewirtschaft mit fast 85 Prozent. Laut Klimaschutzplan müsse die Landwirtschaft rund 14 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Effektivste Maßnahmen seien die Senkung der Stickstoffüberschüsse und Ammoniakemissionen und die energetische Nutzung von Wirtschaftsdüngern. Dennoch lasse sich das Einsparziel bis 2030 kaum erreichen, zum Beispiel weil der Aufbau von Humus im Ackerland, der Erhalt von Dauergrünland oder eine nachhaltige Waldbewirtschaftung nicht auf die Einsparziele angerechnet würden.

Lasar berichtete von niedersächsischen Erfahrungen bei der Erstellung von Klimabilanzen für Bauernhöfe. Der Nutzen einer einzelbetrieblichen Klimabilanz sei hoch. Je Betrieb ließen sich durchschnittlich 50 Tonnen CO2/Jahr einsparen. Und: Die meisten Klimaschutzmaßnahmen rechneten sich für die Betriebe.

Der WLV wird jetzt einen Bericht erarbeiten und im Landesverbandsausschuss am 4. November vorstellen.

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