Gerste- und Weizenernte überraschend gut, Raps und Mais durchwachsen

16. August 2019

Erträge und Qualitäten bei der Ernte von Wintergerste und insbesondere Winterweizen sind überraschend gut. Die Gerste konnte im Ertrag um 10 Prozent gegenüber dem schlechten Vorjahr zulegen. Der Weizen litt unter der Hitzewelle, hat aber auch ein leicht besseres Ergebnis gebracht als in 2018. Auf leichten Standorten gibt es zwar sehr schlechte Ergebnisse, aber vielfach wird von guten Erträgen auf besseren Standorten berichtet.

Der Raps enttäuscht auch in diesem Jahr. Die Aussaatbedingungen im Jahr 2018, Spätfröste und teilweise Schädlingsbefall und Knospenwelke haben dem Raps zugesetzt. Ein Ertrag von ca. 3 t/ha ist die Regel. Die Anbaufläche für Raps wird in Westfalen-Lippe voraussichtlich noch stärker eingeschränkt. Dies ist bedenklich, da insbesondere in Süd- und Ostwestfalen eine wichtige Kultur aus dem Anbauspektrum herausfallen wird.

Beim Mais zeichnen sich durchwachsene Ergebnisse ab. Die Maisbestände auf leichten Standorten stehen sehr schlecht und konnten zum Teil keine Kolben ausbilden. Regional ist eine im Vergleich zum Vorjahr noch schwierigere Futtersituation zu befürchten, da es keine Reserven gibt. Für Körnermais kann keine Prognose abgegeben werden, da unklar ist, wie viele Flächen überhaupt zur Ernte kommen. Vielfach werden schlechte Körnermaisbestände gehäckselt, um sie noch als Silage zu verwerten.

Die Preissituation für Getreide ist insgesamt nicht zufriedenstellend. Gute internationale Ernteergebnisse und Prognosen drücken die Preise. Auch beim Raps ist das Preisniveau bei weitem nicht ausreichend.

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