Runder Tisch „Wolf in NRW“: WLV drängt auf klare Regeln für Entnahme und Entschädigung

23. August 2019

Am Montag hat unter der Leitung von NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser ein Runder Tisch „Wolf in NRW“ getagt. Teilgenommen haben u. a. Naturschutzverbände und Verbände der Weidetierhalter.

WLV-Vizepräsident Wilhelm Brüggemeier wies auf die großen Sorgen der Weidetierhalter durch die Rückkehr des Wolfes nach NRW hin. Er erwartet, dass sich mit einer weiteren Zunahme der Wolfspopulation die Konflikte zwischen Wolfsansiedelung und Weidetierhaltung deutlich verschärfen werden. Brüggemeier stellte klar, dass es klare Regelungen für die schnelle Entnahme von verhaltensauffälligen Wölfen geben müsse. Darüber hinaus gebe es Handlungsbedarf bei der Sicherung der Weidetiere vor Angriffen und bei der Entschädigung von gerissenen Tieren. Diese müsse schneller abgewickelt werden und alle Schäden und Aufwendungen ausgleichen.

Ministerin Heinen-Esser sagte zu, Regeln für die Entnahme verhaltensauffällige Wölfe zu erarbeiten. Auch die Bearbeitungszeit bei der Rissklärung von Weidetieren solle verbessert werden. Bezüglich der speziellen Probleme der Weidetierhaltung von Rindern und der Ansiedlung des Wolfes wird es ein weites Gespräch mit den Bauernverbänden geben.

Daten werden geladen …