Röring: Demonstrationen sind Ausdruck für großen Frust und Zukunftsangst vieler Bauern

11. Oktober 2019

In einem Schreiben an die Vorsitzenden der WLV-Ortsverbände hat Bauernpräsident Johannes Röring die Entwicklungen eingeordnet. Die Vorstellung des "Agrarpakets" habe im Berufsstand für erhebliche Unruhe gesorgt, schrieb Röring. "Insbesondere die Pläne zur Einschränkung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln, obwohl noch nicht konkret gefasst, haben „das Fass überlaufen lassen“. Wir alle haben den Eindruck, dass der Landwirtschaft in unverhältnismäßiger Art und Weise immer mehr Ordnungsrecht aufgebürdet wird."

Es hat sich – auch unter dem Eindruck des massiven Bauernprotests vom 1. Oktober in den Niederlanden – deutschlandweit eine Facebook-Gruppe „Land schafft Verbindung“ gebildet. Diese Netzbewegung ist aus dem Stehgreif entstanden. Sie will ebenfalls die Sorgen der Landwirte in die Öffentlichkeit tragen und plant eine Demonstration für den 22.10. ebenfalls in Bonn.

Der WLV sieht in den Protesten Ausdruck einer großen Frustration, die vielen Familien den Glauben an eine Zukunft in der Landwirtschaft nimmt. Er kann die Planungen für Demonstrationen oder Aktionen in ganz Deutschland nachvollziehen und unterstützt deren Durchführung. Der Verband wird die große Betroffenheit vieler Landwirte in einer gezielten Ansprache von Politik und Medien zum Thema machen. Ein zentraler Pressetermin mit betroffenen Landwirten im Raum Soest ist in Vorbereitung.

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