Bericht zur Lage der Natur: Beringmeier und Rukwied widersprechen

22. Mai 2020

Am Dienstag hat Umweltministern Svenja Schulze ihren Bericht zur Lage der Natur vorgelegt. Vor allem in der Agrarlandschaft, so ihre Schlussfolgerung, gehe es der Natur besorgniserregend schlecht.

Dieser Sichtweise hat WLV-Präsident Hubertus Beringmeier in einer Videobotschaft deutlich widersprochen. Mit über 3.500 km Blühstreifen würden z. B. in Westfalen-Lippe für Bienen und Insekten auf landwirtschaftlichen Flächen Nahrungs- und Rückzugsorte geschaffen. Und Streuobstwiesen oder artenreiches Grünland würden nicht per Gesetz geschaffen, sondern durch die Landwirte. Beringmeier sagte wörtlich: "Wir Bauern wollen mitgenommen werden. Deshalb setzen wir auf kooperative Ansätze."

DBV-Präsident Joachim Rukwied erklärte: „Viele Landwirte sind bereit, noch mehr im Vertragsnaturschutz zu tun. Allgemeine Schuldzuweisungen aus dem Bundesumweltministerium helfen der Artenvielfalt nicht.“ Der Bericht blende wichtige Ursachen für den Verlust von Biodiversität aus. Vor allem bleibe er die Antwort schuldig, warum die zahlreichen, mit enormen Mittelaufwand von Bund und Ländern betriebenen Naturschutzprogramme offenbar wirkungslos bleiben.

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