Corona: Nachfrage von Rind- und Kalbfleisch spürbar zurückgegangen

29. Mai 2020

Bei einem Pressetermin auf dem Betrieb von Heiner Lambrecht-Speller aus Hopsten macht WLV-Präsident Hubertus Beringmeier heute auf die kritische wirtschaftliche Situation der heimischen Bullen- und Kälbermäster aufmerksam. Die durch die Pandemie bedingte fehlende Nachfrage nach Kalb- und Rindfleisch führt zu geringeren Erlösen bei steigenden Futterkosten. „Dies trifft uns sehr. Kalb- und Rindfleisch wird vor allem zu besonderen Anlässen und auf Reisen zubereitet und konsumiert. Beides findet aktuell nicht statt“, sagt Beringmeier. Das Bundeslandwirtschaftsministerium habe mit einer Anpassung der privaten Lagerhaltung reagiert. Viele Rinderhalter bräuchten darüber hinaus aber dringend und zeitnah Liquiditätshilfen.

Bullenmäster Heiner Lambrecht-Speller schildert den Journalisten seine Situation: „Momentan können wir nicht kostendeckend wirtschaften. Durch die schlechten Preise verlieren wir derzeit etwa 200 Euro pro verkauftem Bullen.“ Und Kreisvorsitzender Albert Rohlmann ergänzt: "Viele Betriebe im Kreis Steinfurt stehen wirtschaftlich mit dem Rücken an der Wand. Wenn wir sie jetzt auch noch mit weiteren gesetzlichen Vorgaben überfordern, verlieren viele Familien den Glauben an eine landwirtschaftliche Zukunft.“

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