Bauern sehen akuten Handlungsbedarf in vielen Bereichen

05. Juni 2018

WLV-Präsidium mit großer Mehrheit wiedergewählt
Die Bauern in Westfalen-Lippe erwarten von der Politik in den kommenden Monaten tragfähige Lösungen für lange diskutierte Gesetzgebungsvorhaben. Dringenden Handlungsbedarf sieht der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband u.a. bei der Umsetzung von Anforderungen zum Bau von Silageanlagen und Güllebehältern auf den Betrieben, bei der Umsetzung der Länderöffnungsklausel der Düngeverordnung, bei der Entwicklung eines auf Bundesebene angekündigten staatlichen Tierwohllabels und bei der Ausgestaltung von Vorsorgemaßnahmen gegen die aus Osteuropa heranrückende Afrikanische Schweinepest.
Im Bereich der Direktzahlungen forderten die Delegierten das Brüsseler Vorhaben, kleine und mittlere Höfe durch einen Zuschlag auf die ersten Hektare künftig stärker als bisher zu fördern. Insgesamt sei der Branche vor allem durch ein stabiles Agrarbudget, eine wirksame Vereinfachung der Förderpolitik und einen durchgreifenden Bürokratieabbau geholfen.
Am Vormittag hatten die über 100 Delegierten der 19 WLV-Kreisverbände und assoziierten Verbände das Präsidium des Verbandes neu gewählt. Mit großer Mehrheit wurden Präsident Johannes Röring (Borken) und seine beiden Vizepräsidenten Wilhelm Brüggemeier (Herford) sowie Henner Braach (Siegen) für drei weitere Jahre in ihren Funktionen bestätigt.

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