12. Juni 2018

In Uruguay trafen sich die Unterhändler der EU und der südamerikanischen Mercosurländer. Beide Seiten äußerten sich vor dem Treffen in Montivideo wieder optimistischer, nachdem im April die Verhandlungen auf der Stelle traten. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström möchte dagegen keine falschen Erwartungen wecken. „Wir haben noch einige entscheidende Differenzen“ stellte Malmström klar. Die Chancen, dass die Südamerikaner im Laufe der Zeit ihre Einfuhrzölle für Autos aus der EU senken, sollen immerhin gestiegen sein.
Unzufrieden ist die EU über das Angebot der Mercosurländer für Molkereiprodukte aus der EU und für den Schutz der geografischen Ursprungsbezeichnungen. Auf der anderen Seite reichen Brasilien, Argentinien, Uruguay und Peru die 99.000 t Rindfleisch nicht, für die die EU ein Einfuhrkontingent angeboten hat. Der Spielraum der EU, das Rindfleischkontingent zu erhöhen, ist gering. Frankreich, Belgien und Irland haben sich deutlich in Stellung gebracht und warnen vor Einbußen für den europäischen Agrarsektor. Wegen der festgefahrenen Lage beim Rindfleisch wird bereits darüber spekuliert, ob die EU stattdessen Zugeständnisse bei den Zucker- und Bioethanoleinfuhren aus Südamerika machen könnte.

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