Argentiniens Rindfleischexport weiter kräftig gewachsen

12. Juni 2018

(AgE) Argentinien hat seinen Rindfleischexport im ersten Drittel dieses Jahres weiter kräftig ausgebaut. Wie aus aktuellen Zahlen des Landwirtschaftsministeriums in Buenos Aires hervorgeht, erhöhten sich die Ausfuhren an Rindfleisch in den Monaten Januar bis April auf insgesamt 145.276 t Schlachtgewicht (SG), das waren 60 % mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Hauptabnehmer war China, das fast die Hälfte der gesamten Liefermenge importierte.
In die Europäische Union gingen 15 % der argentinischen Rindfleischexporte. Auch für die heimische Rindfleischproduktion verzeichnete das Ministerium ein deutliches Wachstum. So wurden in Argentinien im ersten Jahresdrittel 2018 mit fast 4,4 Millionen Tieren etwa ein Zehntel mehr Rinder geschlachtet als in der Vorjahresperiode. Die Rindfleischproduktion betrug 992.504 t SG und lag damit rund 11 % über der Vergleichsmenge der ersten vier Monate 2017. Zurückzuführen sein dürfte das derzeitige Wachstum unter anderem auf den gegenwärtigen Boom auf dem globalen Fleischmarkt, allen voran auf die rasant wachsende Nachfrage in China.
Das Ministerium nannte als Grund für die gute Entwicklung außerdem seine Politik zur Förderung der Produktion und zur Liberalisierung des Exportes. Diese hatte sich auch bereits 2017 bemerkbar gemacht, als sich die Ausfuhr von argentinischem Rindfleisch laut der nationalen Statistik um 35 % auf 312.052 t SG erhöhte. Im Jahr 2015 hatte sich die Exportmenge dagegen nur auf 198.687 t SG belaufen. Trotz der zuletzt sehr dynamischen Entwicklung können Argentiniens Fleischexporteure bislang noch nicht an ihre Geschäftszahlen in der Zeit vor der globalen Wirtschaftskrise 2010 anknüpfen. Im Jahr 2009 hatte das südamerikanische Land noch 661.378 t Rindfleisch auf dem Weltmarkt abgesetzt.

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