Lebhafter EU-Drittlandhandel mit Rindfleisch

16. April 2019

(AgE) Die Ein- und Ausfuhren von Rindfleisch der Europäischen Union haben sich zu Jahresbeginn teilweise merklich belebt. Nach Kommissionsangaben wurden im Januar 2019 rund 36.000 t Schlachtgewicht (SG) in die Gemeinschaft eingeführt; das waren 800 t oder 2,3 % mehr als im Vorjahresmonat. Verantwortlich dafür war vor allem das starke Lieferplus Argentiniens von 44,1 % auf 8.240 t. Wichtigster Drittlandsanbieter für den EU-Markt blieb jedoch Brasilien mit 10.740 t; das waren allerdings 1,9 % weniger als zwölf Monate zuvor. Die Einfuhrmengen der drittplatzierten Uruguayer lagen mit 6.950 t auf dem Niveau von Januar 2018; die USA konnten ihren Absatz am Binnenmarkt um 13,8 % auf 4.315 t steigern. Zukünftig könnte noch mehr US-Rindfleisch in die Gemeinschaft gelangen, denn um den Handelsstreit zwischen der EU und den USA um hormonbelastetes Rindfleisch vor der Welthandelsorganisation (WTO) zu lösen, soll den Vereinigten Staaten schrittweise eine zollfreie Quote von 35.000 t für hormonfrei produziertes Rindfleisch eingeräumt werden. Die EU-Rindfleischexporte einschließlich der Lebensausfuhren nahmen gegenüber dem Vorjahresmonat insgesamt um 2.050 t oder 4,1 % auf 52.080 t zu. Der Kommission zufolge gingen dabei jedoch die umstrittenen Lebendexporte um rund 7.000 Tiere auf 64.500 Stück zurück, was ausgedrückt in Schlachtgewicht ein Minus von 13,0 % auf 14.090 t bedeutete. Grund war, dass der große Abnehmer Türkei rund 60 % weniger Rinder bestellte und dadurch Israel im Januar mit etwa 16.000 Tieren zum Hauptkunden wurde. Die reinen Rindfleischexporte der EU schnellten dagegen um 12,3 % auf 37.990 t nach oben. Größter Abnehmer blieb hier - trotz einer um 3,0 % rückläufigen Menge - Hongkong mit 4.890 t. Starke Zugewinne wurden dagegen bei den Verkäufen nach Ghana mit 21,2 % auf 3.740 t sowie nach Bosnien-Herzegowina mit 72,1 % auf 2.990 t erzielt.

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