BTV8 - neue Verbringungsregelungen

14. Mai 2019

Ab dem 18.05.2019 ist das innerstaatliche Verbringen von Rindern aus Restriktionsgebieten in freie Gebiete nur noch bei Einhaltung folgender Bedingungen möglich:
•    Abgeschlossene Grundimmunisierung der Mutterkuh vor der Belegung. Angaben des Impfstoffherstellers mit Eintragung in die HI-Tier-Datenbank
•    Wiederholungsimpfungen der Mutterkuh nach Angaben des Impfstoffherstellers mit Eintragung in die HI-Tier-Datenbank jeweils innerhalb von 1 Jahr durchgeführt
•    Kälber müssen innerhalb der ersten Lebensstunden Kolostralmilch der Mutterkuh erhalten haben
UND Tiere werden von einer entsprechenden Tierhaltererklärung begleitet
ODER
•    Grundimmunisierung der Mutterkuh vor dem Abkalben. Die Angaben des Impfstoffherstellers mit Eintragung in die HI-Tier-Datenbank
•    Kälber müssen innerhalb der ersten Lebensstunden Kolostralmilch der Mutterkuh erhalten haben
•    Virologische Untersuchung einer Blutprobe mit negativem Ergebnis auf eine BTV-Infektion innerhalb von 14 Tagen vor dem Verbringen
UND Tiere werden von einer entsprechenden Tierhaltererklärung begleitet.
Eine Repellent-Behandlung ist nicht vorgeschrieben. Das Memorandum mit den Niederlanden ist weiterhin unverändert in Kraft. Die erforderlichen neuen Tierhaltererklärungen werden alsbald veröffentlicht.
Der WLV kann die Verschärfung der Verbringungsregelungen für Kälber nicht nachvollziehen. Sie verursacht hohe Kosten, die in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen. Insbesondere sind die bisher gültigen vereinfachten Verbringungsregelungen für unsere rinderhaltenden Betriebe äußerst wichtig und insbesondere bei dem derzeit klinisch unauffälligen Verlauf der Blauzungenkrankheit auch vollkommen berechtigt. Zudem stellt die extrem kurzfristige Umsetzung der neuen Verbringungsregelungen unsere Rinderbetriebe vor unlösbare Probleme. Der WLV wird sich gegenüber der Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser dafür einsetzen, dass rinderhaltenden Betrieben in Restriktionsgebieten praktikable Lösungsansätze angeboten werden. Weitere Informationen unter www.lanuv.nrw.de/  verbraucherschutz/tiergesundheit/tier-seuchenbekaempfung/tierseuchen/blau-zungenkrankheit/.

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