Steigende EU-Rindfleischexporte bringen keine höheren Erlöse

09. Juli 2019

(AgE) Nach Kommissionsangaben wurden von Januar bis April insgesamt 240.010 t Schlachtgewicht (SG) in Drittländer exportiert; das waren 9.890 t oder 4,3 % mehr als in der Vorjahresperiode. Eingerechnet sind hierbei auch Lebendtiere und genießbare Schlachtnebenerzeugnisse.
Die gedrückten Schlachtrinderpreise sind insofern erstaunlich, da weltweit die Nachfrage nach Rindfleisch steigt, während in der EU das Angebot sinkt und sich die Tierbestände rückläufig entwickeln. Nach Kommissionsangaben war im ersten Quartal 2019 die Rindfleischproduktion in den Mitgliedstaaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,3 % rückläufig und könnte im gesamten Jahr um 2 % auf 7,79 Mio. t abnehmen. Laut Prognose ist jedoch auch mit einem schwächeren Verbrauch in der EU zu rechnen.
Bei der Ausfuhr war im ersten Jahresdrittel 2019 im Vergleich zur Vorjahresperiode ein deutlicher Zuwachs der EU-Lebendrinderexporte nach Algerien und Israel festzustellen. Das Lebendgeschäft mit der Türkei verzeichnete einen regelrechten Einbruch von 64 %. Zudem beendete das Land die Käufe von frischem und gekühltem Rindfleisch in der Gemeinschaft, die im vergangenen Jahr noch florierten. In der Summe ging das gesamte Handelsvolumen gegenüber dem ersten Tertiär 2018 um 76,6 % auf 7.830 t zurück. Im vergangenen Jahr war die Türkei bei Menge und Umsatz noch die wichtigste Exportdestination gewesen. Wichtigster Absatzmarkt für EU-Rindfleisch war in den ersten vier Monaten Hongkong mit 24 080 t. Des Weiteren bewirkte die Wiederzulassung einiger EU-Staaten für den Markt in China einen Exportzuwachs von 145 % auf 5.700 t.

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