Deutsche Fleischerzeugung erneut gesunken

13. August 2019

(AgE) In Deutschland hat sich der Trend zu einer geringeren Fleischerzeugung verfestigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am vergangenen Mittwoch mitteilte, erzeugten die gewerblichen Schlachtbetriebe im ersten Halbjahr 2019 knapp 3,93 Mio. t Fleisch; das waren 102.700 t oder 2,6 % weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Damit hat sich die Entwicklung aus den beiden Vorjahren fortgesetzt; die deutsche Fleischerzeugung dürfte 2019 insgesamt auf den tiefsten Stand in diesem Jahrzehnt sinken. Verantwortlich für das geringere Schlachtaufkommen ist die abnehmende Einfuhr von Schlachtvieh, aber noch vielmehr der Rückgang der Tierbestände bei Schweinen und Rindern.
Gewichte lassen Rindfleischerzeugung steigen
Die gewerblichen Schlachtbetriebe bekamen von Januar bis Juni 2019 auch weniger Rinder angeliefert; das betreffende Schlachtaufkommen ging laut Destatis gegenüber der Vorjahresperiode um 21.300 Stück oder 1,3 % auf knapp 1,65 Mio. Rinder zurück. Dabei wurden insbesondere weniger Kühe zur Verarbeitung an die Schlacht- und Zerlegebetriebe verkauft; den Wiesbadener Statistikern zufolge verringerte sich das Aufkommen um 3,2 % auf 578.000 Stück. Gleichzeitig wurde für Ochsen und Bullen ein Minus von 1,6 % auf 622.900 Tiere und bei Kälbern eines von 2,0 % auf 156.900 Stück festgestellt. Lediglich bei den Färsen setzte sich der bereits in den Vorjahren zu beobachtende Trend zu einem höheren Schlachtviehangebot fest; das Aufkommen nahm im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2018 um 4,5 % auf 283.100 Stück zu. Bei allen Tierkategorien wurden die Rinder laut Destatis mit einem höheren Gewicht ins Schlachthaus geliefert, weshalb die Rindfleischerzeugung insgesamt um 0,7 % auf 543.300 t zulegen konnte. Der Anteil an der gesamten gewerblichen Fleischerzeugung in Deutschland lag damit bei 13,8 %; im Vorjahreshalbjahr waren es noch 13,4 % gewesen.

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