Präsidentschaftskandidaten freuen sich über spannenden Austausch mit Nachwuchs

07. Januar 2020

160 Junglandwirtinnen und -landwirte folgten WLV-Einladung nach Soest

Landwirtschaft ist in Bewegung, das haben nicht zuletzt die Treckerkorsos und Kundgebungen der letzten Wochen und Monate eindringlich gezeigt. Viele junge Menschen saßen auf den Treckern und standen auf den Kundgebungen – ob in Münster, Hamburg oder Berlin – in vorderster Reihe. Die beiden WLV-Präsidentschaftskandidaten Susanne Schulze Bockeloh (Münster) und Hubertus Beringmeier (Paderborn) hat das persönlich sehr beeindruckt.

Dies war Anlass für die WLV-Einladung aller Junglandwirtinnen und Junglandwirte aus Westfalen-Lippe nach Soest, um mit den Präsidentschaftskandidaten über die Zukunft der Landwirtschaft ins Gespräch zu kommen. Rund 160 junge Frauen und Männer waren dieser Einladung Anfang Januar ins Audimax der FH Soest gefolgt.

Als Gastgeber begrüßte Prof. Dr. Wolf Lorleberg, Dekan des Fachbereichs Agrarwirtschaft, die Teilnehmer und machte deutlich, wie wichtig es sei, dass sich Landwirte einbringen und mitdiskutieren. Der Austausch auf Augenhöhe sei dabei unerlässlich und der Einzeldialog mit Verbrauchern enorm wichtig.

Beeindruckt zeigte sich Vizepräsident Henner Braach von den Kundgebungen der vergangenen Wochen: "Es wurde demonstriert, protestiert und informiert, wie wir es in dem Ausmaß noch nicht erlebt haben", lobte er die Initiative der vielen Berufskollegen, die sich eingebracht hatten. Mit der bald anstehenden Präsidentschaftswahl gehe es um konkrete Inhalte, die durch die Kandidaten vermittelt würden. Dabei sei es enorm wichtig, dass der Nachwuchs beiden seine Vorstellungen und Anregungen mit auf den Weg gebe. 

Als Vertreterin von Land Schafft Verbindung machte Kathrin Feldkamp aus Steinfurt einen Rückblick auf die Kundgebungen der vergangenen Wochen, an denen sie mitgewirkt hat. "Wenn ich an den Blick auf die leuchtenden Trecker denke, dann bin ich immer noch total beeindruckt", sagte Kathrin Feldkamp. Öffentlichkeitsarbeit und das Gespräch mit dem Verbraucher sei enorm wichtig, dem wolle sie sich auch weiterhin und in Zusammenarbeit mit dem WLV widmen.

Patrick Liste, stv. Chefredakteur des Landwirtschaftlichen Wochenblattes, moderierte durch das weitere Programm und machte deutlich, dass es im Gespräch mit den WLV-Präsidentschaftskandidaten Susanne Schulze Bockeloh und Hubertus Beringmeier insbesondere auch darum gehen soll, Sorgen und Anliegen an den Verband heranzutragen.

Nach der persönlichen Vorstellung der Kandidaten, die auf unserer Facebook-Seite zu finden ist, fand eine rund zweistündige Diskussion mit den 160 Teilnehmern statt. Viele Landwirtinnen und Landwirte nutzten die Gelegenheit, um ihre Fragen an die Kandidaten zu richten, Anregungen und Kritik loszuwerden.

So wurde beispielsweise die Frage nach Fachlichkeit in der gesellschaftlichen und politischen Diskussion gestellt. „Wichtig ist für uns, die Zukunft, die Wirtschaftlichkeit und die Machbarkeit auf den landwirtschaftlichen Betrieben im Blick zu haben – auf Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen“, machte Susanne Schulze Bockeloh deutlich. „LsV hat ganz groß dazu beigetragen, dass wir wieder stärker gehört werden“, sagte Hubertus Beringmeier. Sorgen und Probleme des Berufsstandes müssten immer wieder vorgebracht werden.

Fragen bezogen sich insbesondere auf die Vereinbarkeit von Ämtern, den Fraktionszwang, die Wahrnehmung von LsV, geplante Aktionen für mehr Aufmerksamkeit, persönliche Einschätzung zu Agrarsubventionen, den Verdienst durch Ehrenämter und auf den Konflikt durch die gesellschaftliche Wahrnehmung von Landwirtschaft. Thematisiert wurden außerdem Tierwohl im Kontext von Verbraucherverhalten, die Glaubwürdigkeit der Agrarlobby, Imagewerbung für Landwirtschaft, die inhaltliche Einbringung von Themen und Anliegen in die Agrarpolitik, die Einbindung der Verbandsbasis und zur Verbandskommunikation, die Art und Umsetzung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Einigkeit im Berufsstand.

Mehrere Wortbeiträge machten deutlich, dass der Nachwuchs aktiv sein muss, um landwirtschaftliche Interessen zu vertreten und dass der Verband mit zugehörigen Organisationen (Landfrauen, Landjugend) gute Strukturen bietet, um sich einzubringen und Interessen an Politik und Gesellschaft heranzutragen. Philipp Sander, Vorsitzender des Rings der Landjugend, lud die Teilnehmer zum Mitwirken in den Organisationen ein. "Ich möchte jeden hier ermutigen, sich dort, wo es für ihn passt, einzubringen und zu engagieren", so Philipp Sander.

Infos auf unserem Facebook-Auftritt

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Lebensläufe unserer Kandidaten

Hier stellen wir den Lebenslauf von Susanne Schulze Bockeloh und Hubertus Beringmeier bereit.

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