Wir machen Klimaschutz

Zuckerrübe – KLIMASCHUTZ

Hektar (ha), Tonnen (t), Quadratmeter (m²), Gramm (g)

1 ha Zuckerrüben erzeugt rund
2-3 x so viel Sauerstoff wie 1 ha Wald.

  • Dabei bindet 1 ha Rüben
    35 t Kohlendioxid und
    setzt 26 t Sauerstoff frei, was für
    120 Menschen zum Atmen reicht

  • Alternativ lassen sich von diesem Hektar
    7.000 Liter Bioethanol Kraftstoff herstellen, damit fährt ein PKW 75.000 km weit

  • rund 6 ha Zuckerrüben können
    1 Menschen
    1 Jahr mit Sauertoff versorgen (1)

Berechnung:

  • 1 ha Zuckerrüben setzt 26.000 kg Sauerstoff frei
  • 1 Mensch benötigt ca. 157.680 kg Sauerstoff im Jahr um sich mit Sauerstoff zu versorgen
  • 157.680 : 26.000 = 6,06 ha Zuckerrüben

Wussten Sie schon?

  • Zucker aus Rüben wird seit über 175 Jahren regional erzeugt
  • Die Zuckerrübe wird vollständig (zu 100 %) verwertet
    • Zucker
    • Rübenschnitzel (Futtermittel)
    • Melasse (Futtermittel + Nährsubstrat)
    • Carbokalk (Dünger)

  • 7 Zuckerrüben ergeben 1 kg Zucker
    • hierfür wird eine Anbaufläche von 1 m² benötigt
  • 1 Zuckerrübe liefert 100-250 g Zucker
    • das entspricht ½ Tasse Zucker
    • benötigt dafür den Platz eines DIN A3-Blattes
  • Mit 17,5 % Zuckergehalt gehört die Zuckerrübe zu den zuckerreichsten Pflanzen überhaupt
  • Die Zuckerrübe ist unverändert der Lieferant der höchsten Nahrungsenergie pro Flächeneinheit
  • Die Zuckerrübe wurzelt bis zu 2,5 m tief. Dadurch hat sie zusätzlich eine positive Wirkung auf die Bodenstruktur

Das Multitalent Zuckerrübe

Zuckerrüben arbeiten wie kleinste Fabriken, in denen der Zucker nach dem Prinzip der Fotosynthese ganz natürlich gebildet und gespeichert wird.

  • Der Rübenkörper hat einen Wassergehalt von etwa 75-80 %
  • Die Zuckerrübe profitiert bei wechselnden Witterungsbedingungen von ihrer guten Wassernutzungseffizienz, dem ausgeprägten Wurzelapparat und der langen Vegetationszeit
  • Die Zuckerrübe trägt aktiv zum Wasser- und Bodenschutz bei
  • Eine steigende Rohrzucker-Produktion geht zu Lasten der Urwälder
  • Die Zuckerrübe wird bereits zur Herstellung von Biokraftstoffen (Bioethanol) verwendet. Der Zucker aus Rüben kann außerdem zur Herstellung von alternativen Verpackungsmaterialien genutzt werden

Wie kommt der Zucker in die Tüte?

Nachdem die Rüben mit Rübenrodern geerntet worden sind, werden sie mit der Rübenmaus auf die LKW´s verladen und zur Zuckerfabrik transportiert. Dort werden sie zunächst gewaschen und zerkleinert. Dann wird mit heißem Wasser der Zucker aus den Rübenschnitzeln gelöst. Dabei entsteht ein Saft, der ca. 17,5 % Zucker enthält, der so genannte Rohsaft.

Dieser Rohsaft enthält neben Zucker und Wasser aber auch noch andere Stoffe. Mit gelöstem Kalk, der Kalkmilch, kann man diese Stoffe binden und abtrennen. Die nun klare Zuckerlösung, der Dünnsaft, wird gekocht, so dass das Wasser nach und nach verdampft. Jetzt hat man einen dickflüssigen Sirup, in dem kleine Zuckerkristalle enthalten sind.

In einer Zentrifuge werden nun die Zuckerkristalle vom Sirup getrennt. Jetzt noch trocknen und verpacken und schon ist der Zucker in der Tüte.

Fakten (Deutschland 2017/2018)

  • Der ø Pro-Kopf-Verbrauch des Haushaltszuckers in Deutschland liegt bei 18-20 kg/Jahr
    • Diese Menge wächst auf 4 x 4 Metern

Zuckerverbrauch- und Absatz (2017)

  • 80 % des zu Nahrungszwecken verwendeten Zuckers gehen an die Verarbeitungsindustrie
    • 7,8 % an den Einzelhandel
    • 4,6 % an den Großhandel
    • 0,07 % Endverbraucher
    • 24,3 % Ausfuhr
    • 6,4 % Bioethanolherstellung
    • 0,9 % Chemische Industrie
    • 56,0 % Verarbeitungsbetriebe Nahrung

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