Borkener Bilanz der Getreideernte

19. August 2016

Rückblick tut weh - Ausblick auf Mais und Rübe stimmt wenig hoffnungsfroh

Gerste, Triticale, Roggen und Raps enttäuschend.

Weizen, Kartoffeln, Gras, Stroh unterdurchschnittlich.

Aussichten: Mais wenig verheißungsvoll. Rübe zufriedenstellend.

So lässt sich der derzeitige Stand der Ernte 2016 zusammenfassen. Die Pressemitteilung zum Abschluss der Getreideernte finden Sie hier.

Schnellüberblick zu den einzelnen Feldkulturen

Hier finden Sie im eine Einschätzung der Landwirtschaftskammer NRW, Kreisstelle Borken, zu den einzelnen Kulturen:

  • Gerste: Enttäuschende Erträge und Qualitäten, insbesondere im Bereich Mussum/ Isselburg und Stadtlohn/ Gemen mit Totalausfällen. Ernte hier aber vereinzelt auch anderswo nur noch zwecks Biomasse-Nutzung in Biogasanlagen.
  • Triticale und Roggen: Etwas moderater aber ebenfalls enttäuschend, hohe Auswuchsquote und Krankheitsdruck.
  • Weizen: Durch optimales Kulturenmanagement und effizienten  Pflanzenschutz nur leicht unterdurchschnittlich. Untersuchungen zu Qualitäten laufen noch.
  • Getreidestroh: Bis Anfang August durchweg schlechte Qualitäten, in den letzten 14 Tagen bei sonniger werdender Witterung besser
  • Raps: Sehr enttäuschende Erträge. Im Kreis spielt Raps mit 170 Hektar Anbaufläche allerdings nur eine untergeordnete Rolle, bedingt durch für Raps zu sandige Böden und den in der Region sehr starken Kartoffel- und Spinatanbau.
  • Gras: Erster Schnitt war noch relativ gut, wenn der passende Zeitpunkt erwischt wurde. Das Zeitfenster für den zweiten Schnitt war regenbedingt noch schmaler. Hohe Qualitätseinbußen. Dritter Schnitt noch nicht ausgewertet.
  • Mais: Bestände eher durchschnittlich entwickelt. Einige Flächen mit Totalausfall. Kleine Kolben. Regen kam häufig als der Mais ihn nicht gebrauchen konnte.
  • Kartoffeln: Unterdurchschnittliche Erträge. Ergebnisse der Frühkartoffeln waren noch relativ gut, die Anschlussorten aber enttäuschend. Das Kulturenmanagement war 2016 schwierig. Einige Flächen mit Totalausfall zu verzeichnen. Aber Gesamtzuwachs der Erntemenge durch Ausweitung der Anbaufläche von 1750 auf 1950 Hektar. Das liegt weniger an der Speisekartoffel, sondern viel mehr am vermehrten Industriekartoffelanbau (für verarbeitete Ware wie Pommes und Chips).
  • Zuckerrübe: Die Rüben haben sich nach dem regenreichen Sommer vergleichsweise gut erholt. Hier sind durchschnittliche Erträge zu erwarten. Die Rübenkampagne dauert in der Regel von Anfang September bis Ende November.

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