Nebenerwerber zu Besuch beim Präsidenten

17. Januar 2018

Ausschussexkursion zum Hof Röring und zum Südlohner Klärwerk

Der Ausschuss für Nebenerwerbslandwirtschaft im Gespräch mit Johannes Röring. Foto: Maria Leveling-Hoppe

Der Ausschuss für Nebenerwerbslandwirtschaft im WLV-Kreisverband Borken hat sich im Rahmen seiner alle zwei Jahre durchgeführten Exkursion am Samstag in Vreden getroffen. Los ging es auf dem Hof Röring in Ellewick, wo Bundestagsabgeordneter und WLV-Präsident Johannes Röring der 20-köpfigen Delegation aus erster Hand Aktuelles aus der Agrarpolitik berichten konnte. Bei der anschließenden Hofbesichtigung bekam die vom Ausschussvorsitzenden Hubert Seggewiß und der neuen Ausschuss-Geschäftsführerin Maria Leveling-Hoppe angeführte Gruppe Einblicke in den Betrieb der Familie Röring. Deren Schwerpunkt liegt auf der Schweinemast mit Ackerbau. Johannes‘ ältester Sohn Christian hat vor rund sechs Jahren den Betrieb übernommen. Rörings legen großen Wert auf Nachhaltigkeit: Die Gülle der Schweine sowie Zuckerrüben und Mais aus eigenem Anbau fließen in die Biogasanlage. Mit dieser produzieren Rörings selbst Strom und versorgen damit rund 1.000 Haushalte in der Umgebung.

Nach dem guten Mittagessen in der Gaststätte „Zur alten Post“ in Vreden ging es weiter zum Klärwerk nach Südlohn. Bei der Führung über das Gelände konnte sich die Gruppe selbst ein Bild davon machen, wie aufwändig heutzutage anfallende Abwasser für 20.000 Einwohnerwerte wieder aufbereitet werden. Aber der an sich erfreuliche Einwohnerzuwachs und neue Gewerbeansiedlungen haben zur Folge, dass das Klärwerk derzeit schon voll ausgelastet ist. Eine millionenschwere Erweiterung und Sanierung wird aktuell diskutiert.

Zum Thema: Ausschuss für Nebenerwerbslandwirtschaft

39 Prozent der 2800 aktiven landwirtschaftlichen Betriebe im Kreis Borken (gemäß letztem veröffentlichtem Stand von 2010) werden im Nebenerwerb geführt, das heißt: Die Betriebsleiter gehen hauptberuflich einer anderen Tätigkeit nach. Der Nebenerwerb kann sowohl Übergangsstadium als auch stabile Form einzelbetrieblicher Entwicklung sein. Aufgrund der Wichtigkeit der Nebenerwerbslandwirtschaft existiert im Landwirtschaftlichen Kreisverband ein eigener Fachausschuss, den Delegierte aus allen 34 Ortsverbänden im Kreis bilden. Neben internen Sitzungen und Exkursionen lädt der Ausschuss einmal im Jahr zu einem öffentlichen Abend ein.


 

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