Nottötung von Schweinen: Das sollten Sie wissen

22. Februar 2018

Veredlungsausschuss gibt „Entscheidungshilfen“ heraus

Diese Ferkel sind gesund und munter. Doch was tun mit Tieren, denen es nicht mehr gut geht und bei denen keine Aussicht auf Besserung besteht?

In den letzten Jahren hat sich der Veredlungsausschuss des WLV-Kreisverbandes Borken wiederholt mit Fragen zum Tierschutz befasst. Vor zwei Jahren sind aus dem Ausschuss heraus erstmals Entscheidungshilfen für Landwirtschaftliche Betriebe entstanden. In dem Ratgeber-Text hat der Ausschuss im Mai 2016 die Frage der Transportfähigkeit von Schweinen und Rindern grundsätzlich erläutert. Ausschuss-Sprecher Heinrich Große Liesner aus Stadtlohn berichtet, von positiven Reaktionen vieler Mitglieder: „In Verantwortung für das Wohl unserer Tiere, aber auch vor dem Hintergrund einer zunehmend auch an Haltungsfragen interessierten Öffentlichkeit haben wir uns daher entschieden, weitere Entscheidungshilfen für Landwirtschaftliche Betriebe herauszugeben.“

Diesmal hat der Veredlungsausschuss des Kreisverbandes intensiv diskutiert, was geschehen muss, wenn die Frage nach der Transportfähigkeit eines Tieres verneint werden muss und auch keine Aussicht auf Besserung besteht. Ausschuss-Geschäftsführer Jörg Sümpelmann: „Vorwiegend illegal gemachte Bilder solcher Tiere werden zunehmend zum Anlass genommen, unsere Tierhaltung insgesamt zu diskreditieren. Mit der neuen Ausgabe der Entscheidungshilfen möchten wir unsere Mitglieder speziell für diese Frage sensibilisieren und so weiter dazu beitragen, dass Bilder, mit denen unsere Landwirte in Misskredit gebracht werden, gar nicht erst entstehen können. Vor dem Hintergrund der im Lebensmitteleinzelhandel zunehmenden Bewerbung einer regionalen und nachhaltigen Erzeugung verstehen wir dies auch als Beitrag zur Sicherung und Stärkung unseres Veredlungsstandorts.“

Mastschweine-Halter Heinrich Große Liesner ist überzeugt, dass die sechs-seitige Handreichung mit dazu beitragen wird, die Verunsicherung auf den Betrieben schrittweise zu verringern. Was ist am wichtigsten, um kranken oder verletzten Tieren zu helfen? Woran machen wir fest, dass ein Tier es nicht mehr schaffen wird und unnötig leiden muss? Und wie ist die beste Weise, ein Tier am Ende von diesem Leid zu erlösen? „Wir merken, dass sich unsere Betriebsleiter diesen Fragen immer bewusster widmen. Da, wo Unsicherheiten auftauchen, raten wir dazu, Schulung und Beratung einzuholen“, so Große Liesner. Auf Wunsch können auch für ein oder mehrere WLV-Ortsverbände zusammen entsprechende Schulungen über den Kreisverband organisiert, beziehungsweise vermittelt werden.

Die bereits erschienenen Entscheidungshilfen für Landwirtschaftliche Betriebe finden Sie ab sofort auf der Homepage des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes unter www.wlv.de.

 

 

Daten werden geladen …