Dafür kämpft ihr Bauernverband aktuell

18. Juli 2018

Sommerbrief des Kreisverbandsvorsitzenden Schulze Beiering

Ludger Schulze Beiering

Liebe Mitglieder !

Der Sommer hat sich festgesetzt und anhaltende Trockenheit wird die Ernte schlecht ausfallen lassen, das kann man schon jetzt sagen. Auch bei uns sind Existenzen bedroht. Wir brauchen Instrumente zur Liquiditätssicherung und steuerfreie Rücklagen zum Risikoausgleich. Dafür kämpft der Bauernverband aktuell.

Bei der Milch kommt die Sektor-Strategie 2030 langsam voran. Die Molkereien wollen zukünftig einen geschlossen(er)en Auftritt der Milchbranche gegenüber der Politik in Deutschland und Europa, dem Lebensmitteleinzelhandel oder anderen Interessengruppen. WLV und DBV unterstützen das. Auch ein verstärktes gemeinsames Agieren von Molkerei und Milcherzeuger ist wünschenswert, z.B. für eine bessere Ausbalancierung der Absatzchancen von Milchprodukten und Rohmilchangebot.

Viele von uns haben zum Ende des ersten Halbjahres noch Gülle „übergehabt“. Wir müssen daher unser Düngemanagement anpassen wie auch unsere Außenwirtschaft. Unseren bisherigen Mineraldüngereinsatz werden wir reduzieren müssen.

Der diesjährige Bauerntag sowie die Gespräche in Düsseldorf lassen hoffen, dass die immer wieder vorgetragene Sorge um unsere Sauenhaltung in Berlin, aber auch in NRW verstanden worden ist. Wegen der Bedrohungslage durch ASP müssen wir bei uns die Anzahl der Wildschweine im Kreisgebiet begrenzt halten. Nur so haben wir im Seuchenfall Argumente, wenn Risikogebiete mit Auflagen für den Vieh-verkehr diskutiert werden. Wir sollten selbst mit-jagen und die Jäger mit der Anlage von Blüh- und Jagdschneisen unterstützen.

Unsere erste Blühstreifenaktion war erfolgreich in diesem Jahr. Weiter so! Wir dürfen unseren Kritikern nicht das Feld überlassen. Wie im Winter angekündigt, wurde für eine bessere Agrarkommunikation die Landwirt Schafft Leben GmbH gegründet. Ich rufe alle Bauern und Branchenteilnehmer dazu auf, diese Initiative stark zu unterstützen! Auch Tage des offenen Hofes, wie in diesem Jahr in Raesfeld oder Blogs, Videokanäle im Internet oder einfach der persönliche Kontakt am Feldrand oder bei unseren Ställen sind wichtig. Nutzen Sie die Erfahrungen von Herrn Wolfert, auch für Interviewanfragen. Verweigerung und Wagenburg stehen nicht für unsere Vor-wärtsstrategie. Seien wir offen und mutig, und stolz für das, was wir schaffen: Niemand anderes schafft es, das „täglich Brot“ so sicher und verbrauchergerecht bereitzustellen. Neue Anforderungen sind auch Qualitätsoffensiven, denen wir uns stellen. Nur ein „weiter so“ wird nicht ausreichen, wenn wir im Geschäft bleiben wollen. Das hat gerade erst auch unsere Fußballnationalmannschaft erlebt.

Unsere Seminare und Fortbildungsinitiativen zielen deshalb auf Zukunftssicherung unserer Mitgliedsbetriebe. Mit unserer Reihe „Generationenfolge erfolgreich gestalten“, die wir fortsetzen werden,  konnten wir fast 300 Mitglieder erreichen.

Am 27.9. und am 11.10. 2018 bieten wir eine Fortbildung (ab 19:30) zur Finanz- und Betriebswirtschaft an, zu der Sie sich anmelden können unter anne.doering@wlv.de. Es geht um Liquiditätsplanung und –sicherung sowie um Kapitalanlage.

Unsere Homepage zeigt den aktuellen Verfahrensstand zum Leitungsprojekt A-Nord. Dort können Sie auch unsere Stellungnahme zu den Antragskonferenzen wie auch unseren Vorstandsbeschluss zur Ablehnung dieses Projekts einsehen.

Ihr auf Regen hoffender

Ludger Schulze Beiering (Kreisverbandsvorsitzender)

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