Blühende Maisflächen

27. August 2018

Naturschutz und Landwirtschaft Hand in Hand / Feldtag in Legden und Holtwick

Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft veranstaltete zusammen mit dem Deutschen Bauernverband einen Feldtag zum Thema „Lebendige Agrarlandschaften“ in Legden. Die Teilnehmer bekamen blühende Landschaften zu sehen, hörten interessante Vorträge und konnten sich an guten Diskussionen beteiligen. Foto: Steffen Nienhaus, WLV

Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft und der Deutsche Bauernverband veranstalteten in der letzten Woche einen Feldtag zum Thema „Lebendige Agrarlandschaften“. Landwirte, Jäger, Imker und weitere Naturverbundene kamen im Landhotel Hermannshöhe in Legden zusammen. Sie sprachen über Möglichkeiten zur besseren Vereinbarkeit von Energiepflanzenanbau und Biodiversität.

„Der Maisanbau im Projektgebiet in Holtwick sowie Stevede/ Reken nimmt seit dem Start in 2016 immer mehr Vielfalt an, das zeigt auch die jährliche Steigerung der Projektteilnehmer“, berichtet Christiane Baum, Projektleiterin der Stiftung. Auf rund 62 Hektar Ackerfläche wurde im Münsterland eine blühende Landschaft angebaut.

Das freut auch Hildegard Nießing, Imkerin aus Raesfeld, die begeistert an der Veranstaltung teilnahm. „Wir Imker sehen es natürlich gerne, wenn die Landwirte noch mehr Möglichkeiten bekommen, Blühmischungen für den Erhalt der Artenvielfalt anzubauen.“ Sie ist sich aber ebenfalls bewusst, dass tierhaltende Betriebe den Mais als Futterpflanze benötigen. Trotzdem würde sie sich darüber freuen, wenn sich noch mehr Landwirte mit dem Thema beschäftigen würden. „Ich würde es ebenfalls begrüßen, wenn die Stiftung im nächsten Jahr auch im Kreis Borken eine Schaufläche anbauen würde“, sagte die Imkerin.

Dr. Martin Berges, Direktor der Landwirtschaftskammer Nordrhein Westfalen und Vorstandsmitglied der Stiftung, lobte die Landwirte, die das Projekt begleiten. „Natur und Artenschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, man müsse die Landwirte weiterhin in der Erreichung dieser Ziele gut unterstützen.“ Allerdings betonte er auch, dass die Maßnahmen so konzipiert sein müssten, dass sie von den Landwirten wirtschaftlich umgesetzt werden könnten.

Das Projekt "Energiepflanzenanbau und Biodiversität - Landwirte ackern zur Förderung der Biodiversität im Münsterland", an dem auch mehrere Rekener Landwirte teilnehmen, läuft noch bis März 2021 und wird vom Bundesamt für Naturschutz und der Landwirtschaftlichen Rentenbank ­gefördert. Es ist Teil des Verbundprojektes „Lebendige Agrarlandschaften – Landwirte gestalten Vielfalt“, das der Deutsche Bauernverband bundesweit koordiniert. Im August 2017 wurde es als „Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet.

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