Blauzungenkrankheit auf dem Vormarsch

29. Januar 2019

Jetzt Rinder, Schafe und Ziegen impfen lassen!

Übersichtskarte zu den aktuellen Restriktionsgebieten in NRW: Durch einen aktuellen Fall, der in der zweiten Januarwoche 2019 im Raum Trier in Rheinland-Pfalz bestätigt wurde, reicht die Restriktionszonen nun auch in den Süden Nordrhein-Westfalens hinein.  Quelle: LANUV vom 22.01.2019

Die Halter von Rindern, Schafen und Ziegen im Kreis Borken sind in Sorge. Die Blauzungenkrankheit ist nach Jahren wieder zurück in Deutschland und seit Dezember auf dem Vormarsch Richtung Westmünsterland. Die virusbedingte Erkrankung (Fachbegriff: Bluetongue disease - BT) wird durch Stechmücken übertragen und verläuft meist akut. Für den Menschen ist sie ungefährlich. Fleisch- und Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden.

Zwar gehört der Kreis Borken noch nicht zum Sperrgebiet. Der WLV-Kreisverband rät dennoch allen Haltern von Rindern und Schafen, sich schon jetzt zeitnah mit dem Hoftierarzt bezüglich einer rechtzeitigen Schutzimpfung in Verbindung zu setzen. Für eine Erleichterung für den Transport von Tieren aus dem Restriktionsgebiet ist eine Impfung der Tiere unumgänglich.

Einige Mitglieder schilderten uns aus früheren Erfahrungen Vorbehalte gegenüber der Impfung. Allerdings liegen mittlerweile andere Bedingungen vor. Die BT-Impfung ist nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) so gut wie nebenwirkungsfrei. Im Gegensatz zum Ausbruch in den Jahren ab 2006 – damals musste die pharmazeutische Industrie in kürzester Zeit neue Impfstoffe entwickeln und in die Zulassung bringen – stehen heute weiterentwickelte und sichere Impfstoffe zur Verfügung. Auch erwiesen sich viele im Jahr des Ersteinsatzes erfasste „Impfschäden" bei näherer Untersuchung als Krankheitsausbrüche, da aufgrund einer noch ausstehenden zweiten Impfung die Grundimmunisierung noch nicht erfolgreich abgeschlossen worden war.

Die Kreisveterinärbehörde hat die praktischen Tierärzte im Kreis Borken Ende letzter Woche über die Impfmodalitäten informiert. Eine entsprechende Allgemeinverfügung hat der zuständige Kreisveterinär bereits am 12. Dezember genehmigt.

Der Verwaltungsrat der Tierseuchenkasse empfiehlt ebenfalls eine Impfung und hat aufgrund der aktuellen Seuchengefahr eine Beihilfe der Rinderkasse zur Übernahme von Impfstoffkosten in Höhe von 1 € pro Impfung und Rind beschlossen.

Voraussetzungen für die Gewährung der Beihilfe:

  • Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen der tierseuchenrechtlichen Vorgaben
  • Eintragung der Impfung in HIT durch den Tierarzt
  • Abrechnung der Impfung über die HIT-Impfliste durch den Tierarzt
  • Impfung der Rinder im Bestand nach Vorgabe der Impfstoffhersteller

Weitere Informationen zur Impfung gibt eine Allgemeinverfügung des Kreises Borken:

Verbringungsregelungen und alle Tierhaltererklärungen zum innerstaatlichen Verbringen:

  • www.lanuv.nrw.de/verbraucherschutz/tie rgesundheit/tierseuchenbekaempfung/ tierseuchen/blauzungenkrankheit/

 

Übersichtskarte zu den aktuellen Restriktionsgebieten

Übersichtskarte zu den aktuellen Restriktionsgebieten in NRW: Durch einen aktuellen Fall, der in der zweiten Januarwoche 2019 im Raum Trier in Rheinland-Pfalz bestätigt wurde, reicht die Restriktionszonen nun auch in den Süden Nordrhein-Westfalens hinein.
Quelle: LANUV vom 22.01.2019

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