Großes Interesse an Artenschutz-Projekt

12. August 2019

Feldrundfahrt zu „Energiepflanzenanbau und Biodiversität“

Projektleiterin Christiane Baum, die Vorsitzenden der betroffenen WLV-Kreisverbände, Michael Uckelmann (Coesfeld) und Ludger Schulze Beiering (Borken) sowie WLV-Präsident Johannes Röring bei der Feldrundfahrt in Coesfeld und Rosendahl. Foto: Stephan Wolfert, WLV

In zwei Gebieten in den Kreisen Coesfeld und Borken läuft seit mittlerweile vier Jahren das Projekt „Energiepflanzenanbau und Biodiversität im Münsterland“ der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft. Am Mittwoch machten sich über 60 Teilnehmer bei einer Feldrundfahrt ein Bild von der Umsetzung der Maßnahmen, wie zum Beispiel verschiedenen Blühflächen-Konzepten oder einem Mais-Stangenbohnen-Gemenge, das vor allem Hummeln und Singvögel gerne als Nahrungsquelle nutzen.

Vereinbarkeit von Biomasseproduktion und Artenvielfalt

Im Zuge des über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderten Projekts setzen mittlerweile 35 Landwirte in Coesfeld, Rosendahl und Reken ökologisch wertvolle Maßnahmen auf ihren Ackerflächen um. Mit Erkenntnissen aus dem wissenschaftlich unter anderem vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) begleiteten Projekt soll eine bessere Vereinbarkeit von Biomasseproduktion und Förderung der Artenvielfalt erreicht werden.

Unbürokratischer Anreiz wirkt bei den Landwirten

WLV-Präsident Johannes Röring hob bei der Begrüßung auf dem Hof Gerwers in Coesfeld-Stevede eine bereits festzuhaltende Erkenntnis aus dem Projekt hervor: „Man sieht hier, dass dann, wenn Landwirte einen unbürokratischen Anreiz für mehr Artenschutz bekommen, sie auch bereit sind das umzusetzen.“ Seit dem Start 2015 ist nicht nur die Zahl der Projektlandwirte, sondern auch die der Gesamtfläche an produktionsintegrierten Maßnahmen stetig angewachsen auf heute 70 Hektar. Dies stellte Wolfgang König, Geschäftsführer der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft, heraus: „Mittlerweile übersteigen Zahl und Umfang der von Landwirten angebotenen Flächen den Rahmen unserer Projektmittel.“ Auch hinsichtlich der Biodiversität zeige das Projekt erfreuliche Auswirkungen, konnte Projektleiterin Christiane Baum an den vier besichtigten Flächen erläutern: „Erste Zwischenergebnisse zeigen an den Projektflächen ein erhöhtes Aufkommen an Insekten wie auch bei Vögeln.“

Daten werden geladen …