Gelebte Völkerverständigung in Borken

30. August 2019

Südkoreanische Landwirte auf Fortbildungsreise im Kreis

Die südkoreanische Reisegruppe zu Besuch auf dem  Bio-Hof Finke in Hoxfeld

Hofbesuch aus Fernost: 18 Landwirte aus Südkorea waren Ende August eine Woche lang im Kreis Borken unterwegs, um sich über die Landwirtschaft in Deutschland und den Niederlanden zu informieren. Vermittelt wurde der Besuch über den Katholischen Bauernverband in Korea.

Der Kontakt nach Deutschland geht auf eine Spendensammlung zurück, die die Landjugend unter dem Bezirksvorsitz von Wilhelm Garbert (Rhede) vor 40 Jahren für eine koreanische Krankenstation unternommen hat. Das Entwicklungshilfeprojekt wurde seinerzeit in Kooperation mit der Akademie Klausenhof in Rhede umgesetzt. „Der damals entstandene Kontakt ist niemals abgebrochen“, freut sich Garbert. Im letzten Jahr reisten einige der ehemaligen Landjugendlichen nach Südkorea, um die damaligen Projektpartner zu besuchen: „Mit dem Bulli ging es durchs ganze Land. Wir wurden überall wie Staatsgäste empfangen“, ist Garbert noch heute tief beeindruckt.

In diesem Jahr nun klappte es mit dem Gegenbesuch. Garbert führte die Reisegruppe auch diesmal mit an. Die Rundreise führte die Gruppe zu verschiedenen Betrieben und Sehenswürdigkeiten, etwa zum Milchviehbetrieb Heinze in Velen, zum Direktvermarktungsbetrieb Schulze Scholle in Gescher, zum Bullen und Mastschweinebetrieb Garbert in Rhede und dem Mischfutterwerk der AgriV in Borken-Burlo aber auch zu örtlichen Verwaltungen wie der Stadt Rhede oder der Kreisstelle der Landwirtschaftskammer NRW, wo die Koreaner insbesondere auch großes Interesse am deutschen Ausbildungssystem gezeigt haben. Auf der Tagestour nach Amsterdam wurde in den Niederlanden auch der Gemüsebaubetrieb Smits besichtigt. Begleitet wurde die Gruppe von 2 Dolmetscherinnen, 2 koreanischen Priestern und 1 Vertreterin des dortigen Bauernverbandes.

Garbert blickt nach der Abreise der Gäste etwas erschöpft, aber sehr zufrieden zurück: „Das war gelebte Völkerverständigung und für alle Beteiligten unvergesslich.“


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