Antragsfrist für GAP-Anträge wird nicht verlängert

23. April 2020

WLV-Kreisverband unterstützt Entscheidung der Länder

Ralf Dücker und 14 weitere Kollegen bei der Kreisstelle Borken der Landwirtschaftskammer NRW führen derzeit edv- und telefongestützt Antragsberatungen durch. Foto: LWK NRW

Die Antragsfrist für die GAP-Anträge wird nicht verlängert. Damit bleibt es bei der Einreichungspflicht bis 15. Mai. Dies berichtet TopAgrarOnline heute. Der WLV-Kreisverband unterstützt die Entscheidung der Länder, um vor allen Dingen die fristgerechte Auszahlung der Betriebsprämien bis zum Jahresende nicht zu gefährden. Nach Aussage des BMEL vom Montag haben bislang rund ein Drittel aller deutschen Betriebe ihren GAP-Antrag fertig eingereicht. Dies sei für Mitte April ein mit den Vorjahren vergleichbarer „Normalwert“.

Die Kreisstelle Borken der Landwirtschaftskammer NRW bestätigt diese Aussage auch für unsere Region. Hier liegt die Einreichungsquote bei aktuell 40 Prozent. Im letzten Jahr hatten im Westmünsterland 3130 landwirtschaftliche Betriebe einen Antrag auf Auszahlung der EU-Betriebsprämie gestellt.

Als WLV-Kreisverband möchten wir unsere Mitglieder ermuntern, sich rechtzeitig an die Kreisstelle zu wenden und einen Beratungstermin zu vereinbaren unter Tel. 02861922758 oder per E-Mail borken@lwk.nrw.de. Weiterhin sind durch Corona die klassischen Vor-Ort-Beratungen in der Kreisstelle nicht möglich. Die Kammermitarbeiter in Borken berichten aber von guten Erfahrungen und positiven Rückmeldungen zur EDV- und telefongestützten ELAN-Beratung zur Antragsstellung.

 

Folgende Mitteilung zum Thema hatte die Kreisstelle der Landwirtschaftskammer am 2. April herausgegeben:

ELAN-Flächenantrag für Landwirte ganz einfach von zu Hause

Landwirte und weitere Bewirtschafter von Acker- und Grünlandflächen können EU Flächenprämien beantragen. In NRW läuft dieses Verfahren seit 2016 ausschließlich digital. In der Antragszeit, vom 15. März bis zum 15. Mai (Fristende) eines jeden Jahres, nutzen viele Landwirte diesen Termin, um gemeinsam mit einem Berater Ihren Antrag zu stellen. Dann herrscht in der Kreisstelle Borken der Landwirtschaftskammer NRW reger Betrieb, denn etwa die Hälfte der 3130 Antragsteller aus dem Kreis lassen sich hierzu beraten. In diesem Jahr ist es allerdings ungewöhnlich still im Haus, denn als Schutzmaßnahme vor Corona wurde die Kreisstelle für Besucher geschlossen. Der Kontakt mit den Mitarbeitern findet ausschließlich telefonisch statt.

Wie überall, macht auch hier der aktuelle Handlungsdruck erfinderisch. Trotz Corona findet die Unterstützung der Landwirte bei der ELAN-Antragstellung statt. Hierzu werden die Landwirte telefonisch und mit modernster Technik einfach zu Hause am eigenen PC durch das Programm geführt. Die EDV Anwendungen der Landwirtschaftskammer NRW ermöglichen die zeitgleiche Darstellung des Antrages und der Betriebsflächen sowohl auf dem PC des Antragsstellers als auch auf dem PC des Beraters. Selbst für Antragsteller ohne PC oder Internet gibt es eine Lösung. Antragssteller können sich also wie in jedem Jahr zur sogenannten „Mithilfe“ anmelden. Sie erreichen die Kreisstelle ganz einfach per Telefon unter: 02861-9227-58 oder indem sie eine E-Mail mit Ihrer Telefonnummer an borken@lwk.nrw.de senden, damit ein Termin vereinbart werden kann.

Es ist allerdings ein wenig Eile ist geboten, denn anders als andere EU-Staaten, macht Deutschland keinen Gebrauch von der Möglichkeit, die Antragsfrist zu verschieben. Alle Anträge aus Borken müssen bis zum 15. Mai in der Kreisstelle Borken der Landwirtschaftskammer NRW eingegangen sein, um als Landwirt keine finanziellen Einbußen zu riskieren.

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