Kreisverband Aktuell Februar 2018

07. März 2018

Gründung eines Landesverbandes der Wasser- und Bodenverbände Westfalen-Lippe

Am 02. Februar informierten Thomas Hemmelgarn sowie Carsten Bohn vom WLV über den Stand zur Gründung eines Landesverbandes der Wasser- und Bodenverbände in Westfalen-Lippe. Die Kreisverbandsvorsitzenden Hermann Dedert (Herford-Bielefeld) und Dieter Hagedorn (Lippe) hatten die Vorsitzenden der Wasser- und Bodenverbände von Bielefeld, Herford und Lippe hierzu eingeladen. Auch wenn das Aufgabenspektrum der lokalen Dränverbän-de/Wasser- und Bodenverbände sehr begrenzt ist, sollte über die Notwendigkeit eines Landesverbandes diskutiert werden. Die hiesigen Wasser- und Bodenverbände sind mit Unterhaltung und Ausbau oberflächlicher Wasserkörper nicht beauftragt. Diese Aufgaben liegen bei den Kommunen. Die Mehrzahl der Anwesenden sah jedoch die Bedeutung in einer Beteiligung als Träger öffentlicher Belange. Diese Position müsse gestärkt werden. Hierzu könne ein Landesverband hilfreich sein. Mitglieder des Landesverbandes sollen die lokalen Wasser- und Bodenverbände sein. Einige der Anwesenden äußerten die Sorge nach einer Finanzierung des Mitgliedsbeitrages. Über den Fortgang werden die einzelnen Wasser- und Bodenverbände weiter informiert und gegebenenfalls zu einer Gründungsversammlung am 26.04. in Münster eingeladen.

Vorbereitet sein auf die Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest kommt. Diese Einschätzung entstand beim Informationsabend zu diesem Thema am 07. Februar auf Dallmanns Deele in Herford-Elverdissen. Geladen hatten der Landwirtschaftliche Kreisverband Herford-Bielefeld, die Kreisjägerschaften und die Amtstierärzte des Kreises Herford und der Stadt Bielefeld. Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in Osteuropa aus, so die Feststellung unseres Kreisverbandsvorsitzenden Hermann Dedert im Rahmen seiner Begrüßung. Das Eintragsrisiko in die hiesigen Wild-schweinbestände werde als hoch eingestuft vom Friedrich-Loeffler-Institut (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit). Deshalb bestehe ein großer und dringlicher Handlungsbedarf, einem möglichen Seuchenausbruch vorzubeugen, insbesondere auch, da enorme wirtschaftliche Schäden für die Landwirtschaft zu befürchten seien. Jetzt seien viele gefordert, so Dedert, insbesondere Politik, Landwirtschaft und Jäger. Auch die Bevölkerung müsse für dieses Thema sensibilisiert werden.
Dr. Reinhard Zwingelberg, Leiter des Veterinäramtes des Kreises Herford, wies in seinem Vortrag auf die explosionsartige Ausweitung der Afrikanischen Schweinepest bei Haus- und Wildschweinen im Osten Europas hin. Estland, Lettland, Litauen und Polen seien stark betroffen. Auch in Tschechien seien bereits über 200 Fälle bei Wildschweinen bekannt. Dort würden sehr restriktive Maßnahmen durchgeführt. Die Kernzonen der Schweinepest würden durch eine Einzäunung abgeschottet. Gebiete, so groß wie die Stadt Bielefeld. Dann würde eine intensive Bejagung von Wildschweinen um die Kernzone herum stattfinden. Auch die Landwirtschaft sei berührt. Gegebenenfalls darf eine Zeit lang nicht geerntet werden. Als eine präventive Bekämpfungsmaßnahme gegen einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in unserer Region nannte Dr. Zwingelberg die Aufklärung für Reisende und Fernfahrer an Parkplätzen und Autohöfen. Hier müssten entsprechende Schilder aufgestellt werden. Auch die Landwirte seien in der Pflicht. Hier sind die Biosicherheitsmaßnahmen zur Abschottung der Schweinebestände strikt einzuhalten. Zäune und verschlossene Türen seien selbstverständlich. Das Zusammenwirken aller beteiligten Gruppen sei grundlegend und entscheidend.
Dr. Hans-Helmut Jostmeyer, Leiter des Veterinäramtes der Stadt Bielefeld berichtete über die in Bielefeld im Januar durchgeführte revierübergreifende Jagd auf Wildschweine. Ziel präventiver jagdlicher Maßnahmen müsse es sein, entlang von Fernverkehrstraßen den Wildschweinbestand möglichst gering zu halten. Um die gemeinschaftlichen Jagden auf Wildschweine effektiver gestalten zu können, seien Absprachen zwischen Landwirten und Jägern erforderlich. Auch müsse die Bevölkerung für dieses Thema sensibilisiert werden. Dr. Jostmeyer führte weiterhin aus, dass an Autobahnraststätten Speisereste nicht achtlos weg-geworfen werden dürfen, die möglicherweise mit dem Erreger infiziert und für Wildschweine damit äußerst gefährlich seien. Im Übrigen sei die Afrikanische Schweinepest für den Menschen ungefährlich, äußerte Dr. Jostmeyer. Die Gefahr einer Einschleppung sei da, im Januar 2018 seien mehr als 700 neue Fälle in der Europäischen Union aufgetreten.
Landwirt, Waldbauer und Jäger Dietmar Obermann aus Spenge stellte die Situation aus landwirtschaftlicher Sicht dar. Er bestärkte die Notwendigkeit eines sorgsamen Umgangs mit dem Thema. Landwirte, die Schweinehaltung betrieben und gleichzeitig Jäger seien, müssten mit erlegtem Wild sehr bedacht umgehen. So dürften die erlegten Wildschweine nicht auf den Betrieb gebracht werden. Darüber hinaus sei ein Wechsel der Kleidung erforderlich. Auch in der hiesigen Region würden sich die Wildschweinbestände vergrößern. Schwarzwild würde mittlerweile auch dort vorkommen, wo früher niemals Wildschweine aufgetreten seien.
Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Herford, Hans-Gert Haversiek appellierte in seinem Schlusswort ebenfalls noch einmal an die Sensibilität von Jägern und Landwirten und äußerte den Wunsch und die Hoffnung, dass die Afrikanische Schweinepest nach Möglichkeit nicht bis nach Ostwestfalen-Lippe vordringt.

Starkregenmangement - Gespräch mit Bürgermeister Rolfsmeyer

Am 08. Februar fand ein Gespräch beim Bürgermeister der Gemeinde Hiddenhausen, Ulrich Rolfsmeyer, mit Schwerpunkt Starkregenmanagement statt. Vor dem Hintergrund, dass Starkregenereignisse häufiger als vor einigen Jahren noch zu erwarten sind, arbeitet die Gemeinde an einem Konzept zur Vermeidung und Minderung von Überschwemmungen. Die Landwirtschaft ist durch ihre landwirtschaftlichen Flächen berührt. Kreisverbandsvorsitzender Hermann Dedert wies auf die Maßnahmen der Landwirtschaft zur Verminderung von Bodenerosionen hin.

Hermann Dedert berichtete auch über die Auswirkungen der starken Niederschläge auf die Ernte und Bestellung landwirtschaftlicher Flächen. Weitere Themen waren Nitratvorkommen im Trinkwasser und der Flächenverbrauch durch die Ausweisung von Gewerbeflächen. Hier wies Hermann Dedert darauf hin, dass Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen in qualitativer Form möglichst an Gewässern oder anderen naturschutzfachlich interessanten Bereichen durchgeführt werden sollten. Der Gesprächsfaden soll aufrechterhalten bleiben. Regelmäßige Treffen sind vorgesehen.

Schutz von Feldvögeln

Am 23. Februar berichtete Klaus Nottmeyer von der Biologischen Station Ravensberg über seine Gedanken, im Bereich Bünde/Enger ein neues Schutzgebiet als Vorrangfläche für den Feldvogelschutz festzulegen. Dieses soll ohne eine gebietsscharfe Festsetzung nur in Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Landwirtschaft freiwillig mit den Grundeigentümern und Bewirtschaftern vorgenommen werden. Dieses Projekt soll bereits vor der Verabschiedung eines neuen Landschaftsplanes greifen. 533 ha sind im Gespräch. Die Maßnahmen sollen so angelegt sein, dass aus Förderprogrammen die ansässigen Landwirte für das Gebiet Maßnahmen aus einem „Bauchladen“ umsetzen können. Das o.g. Gebiet wird deshalb angestrebt, da es für den Schutz von Feldvögeln geeignet sei. Im April soll eine Veranstaltung für die Bereiche Enger und Bünde stattfinden.

Wahlen des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld:
Vorsitzender Hermann Dedert bestätigt

Hermann Dedert ist alter und neuer Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld. Im Rahmen der Kreisverbandsausschuss-Sitzung am letzten Donnerstag  wurde er einstimmig wiedergewählt. Die Stellvertreter: Wiedergewählt als Stellvertreterin wurde Friederike Detering aus Vlotho-Exter. Neu gewählt als Stellvertreter wurde Bernd Upmeier zu Belzen aus Bielefeld-Jöllenbeck. Er löst Heinrich Quakernack aus Bielefeld-Brackwede ab, der aus Altersgründen nicht mehr antrat.
Der Vorsitzende Dedert dankte ihm an dem Abend: „Wir, der Landwirtschaftliche Kreisverband, danken dir für dein unermüdliches und großes Engagement in der berufsständischen Arbeit.“ Der Milchviehhalter aus Bielefeld-Brackwede sei seit mehr als 30 Jahren in der Verbandspolitik engagiert. Er wird noch bis auf weiteres Vorsitzender des Ortsverbandes Bielefeld-Süd bleiben.



Der neue geschäftsführende Vorstand des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld (Foto von links nach rechts): Jochen Höner, Hermann Dedert, Friederike Detering, Bernd Upmeier zu Belzen und Michael Kleimann

Neu eingerichtet und gewählt wurde an dem Abend ein geschäftsführender Vorstand. Dieser umfasst neben dem Vorsitzenden und seinen beiden Stellvertretern zusätzlich Joachim Höner aus Enger und Michael Kleimann aus Bielefeld-Jöllenbeck.
Neben dem Vorsitzenden und den beiden Stellvertretern gehören dem neu gewählten satzungsgemäßen Vorstand die Ortsverbandsvorsitzenden an: Karl-Heinz-Uthoff (Bünde), Jochen Höner (Enger/Spenge), Georg Mettenbrink (Herford/Hiddenhausen), Hans-Theo Bredemeier (Kirchlengern), Wilhelm Möhle (Rödinghausen), Achim Detering (Vlotho-Exter), Hendrik Halewat (Vlotho-Valdorf-Uffeln) und Heinrich Quakernack (Bielefeld-Süd).
Ferner gehören dem Vorstand Birgit Höke als Sprecherin der Kreislandfrauen Herford, Marie-Luise Brockmann als Sprecherin der Kreislandfrauen Bielefeld, Nikolas Neddermann als Sprecher der Junglandwirte, Matthias Lampenscherf als Sprecher der Landjugend, Wilhelm Brügggemeier als WLV-Vizepräsident und die beiden hauptamtlichen Geschäftsführer Dr. Herbert Quakernack und Stephan Sauer an.

Als Delegierte in den Kreisverbandsausschuss neu gewählt wurden Ralf Wilmsmann (Bünde), Achim Dingerdissen (Spenge) und Jan-Wilhelm Wetehof (Herford-Schwarzenmoor).
Außerdem dankte der Landwirtschaftliche Kreisverband den ausgeschiedenen Ausschussmitgliedern für ihr Engagement und ihre berufsständische Arbeit: Falk Steinmann für seine zehnjährige Tätigkeit als Vorsitzender des Ortsverbandes Vlotho-Valdorf-Uffeln und Delegierter im Kreisverbandsausschuss, Christoph Meyer zu Hartum vom Ortsverband Herford-Hiddenhausen für seine zwölfjährige Tätigkeit als Delegierter im Kreisverbandsausschuss,

Günter Niederhaus vom Ortsverband Enger/Spenge für seine sechsjährige Tätigkeit als Delegierter im Kreisverbandsausschuss, Petra Bentkämper als Vertreterin der Kreislandfrauen Bielefeld für ihre zwölfjährige Tätigkeit als Delegierte im Kreisverbandsausschuss und als Vorstandsmitglied des Kreisverbandes Herford-Bielefeld sowie Andreas Wannowius als Vertreter der Landjugend für seine neunjährige Tätigkeit als Delegierter im Kreisverbandsaus-schuss.



Der Kreisverbandsvorstand mit Hermann Dedert (2. von links), Friederike Detering (6. von links) und Bernd Upmeier zu Belzen (1. von links) bedanken sich bei Christoph Meyer zu Hartum (3. von links), Petra Bentkämper (4. von links) und Heinrich Quakernack (5. von links) für ihr Engagement für die berufsständische Vertretung.
 
Wahlen in den Ortsverbänden

Satzungsgemäß finden im WLV alle drei Jahre Wahlen statt. Üblicherweise laufen die Wahlen in den Ortsverbänden in den Monaten November bis Februar. Im März finden dann die Wahlen der Vorstände in den Kreisverbänden statt (s.o.). Danach folgen Bezirksverband und Landesverbandsebene.


Im Kreisverband Herford-Bielefeld haben die Vorstandswahlen in folgenden Ortsverbänden stattgefunden.

OV Bünde, Vorsitzender Karl-Heinz Uthoff
OV Enger/Spenge, Vorsitzender Jochen Höner
OV Herford-Hiddenhausen, Vorsitzender Georg Mettenbrink
OV Bielefeld-Nord, Vorsitzender Bernd Upmeier zu Belzen
OV Rödinghausen, Vorsitzender Wilhelm Möhle
OV Vlotho-Exter, Vorsitzender Achim Detering
OV Vlotho-Valdorf-Uffeln, neuer Vorsitzender Hendrik Halewat
OV Kirchlengern, Vorsitzender Hans-Theo Bredemeier

Im OV Bielefeld-Süd und im Stadtverband Löhne bleiben die bestehenden Vorstände kommissarisch im Amt.



Termine/Hinweise:


07. März 2018        Ausschuss Stadtentwicklung Bielefeld 2000 plus in Bielefeld

22. März 2018        Sitzung des KV-Vorstandes

23. April 2018        Veranstaltung des KV HF-BI mit Umweltverbänden zum
                                       Flächenverbrauch in Bielefeld

10. Juni 2018        Tag des offenen Hofes auf vier Betrieben in Bielefeld-Jöllenbeck

12. Juni 2018        Gespräch mit den Veterinärämtern der Stadt Bielefeld und des
                                        Kreises Herford

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