Kreisverband Aktuell Nr. 06/2019

09. Juli 2019

Blühendes Band durch Bauernhand

Am 24. Juni stellten Hermann Dedert und Jochen Höner der Presse das Projekt Blühendes Band durch Bauernhand vor. Auf dem Betrieb von Jan-Wilhelm Wetehof in Schwarzenmoor konnten verschiedene Blühstreifen in Augenschein genommen werden. Imker und Bienensachverständiger Detlef Gehring erläuterte, warum die Blühstreifen gerade für Wildbienen wichtig sind. Demnach ist zwischen der Obstblüte und der Blüte der Linden wenig Futter vorhanden. Hermann Dedert wies daraufhin, dass das Saatgut exakt so zusammengesetzt sei, dass die Pflanzen zu unterschiedlichen Zeiten blühen und so immer Nahrung vorhanden sei. So konnten im Kreisverbandsgebiet Herford-Bielefeld 490 kg Blühmischungssaatgut an Mitglieder verteilt werden. Finanziert wurde das Saatgut durch die Stiftung Westfälische Landschaft. Das Projekt wurde begleitet und organisiert durch die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft gemeinsam mit dem Kreisverband. Deutlich wurde in dem Gespräch auch, dass neben dieser Maßnahme Landwirte auch darüber hinaus noch Blühflächen anlegen, zum Teil in Programmen des Landes oder des Bundes. Insgesamt dürften im Kreisverbandsgebiet ca. 160 ha Blühflächen angelegt sein.

Landwirt schafft Leben GmbH nimmt Arbeit auf

Unter dem Motto „Landwirt schafft Leben“ will der WLV in Westfalen-Lippe das Image der Landwirtschaft stärken. In den Ortsverbandsversammlungen ist hierüber bereits vielfach diskutiert worden. Die organisatorischen Strukturen stehen mittlerweile. So ist eine Anschubfinanzierung in Höhe von 200.000,-- € durch die Stiftung Westfälische Landschaft gesichert. Das ermöglicht der GmbH, ihre Arbeit aufzunehmen und die Anlaufkosten für den Aufbau einer Webseite und die Beauftragung von Agenturen zu decken. In den WLV-Winterversammlungen haben rund 2.300 Mitglieder Interesse an der Teilnahme signalisiert. Diese Betriebe sind jetzt zur finanziellen Unterstützung aufgerufen worden. Seit dem 27. Juni sind alle relevanten Informationen zur geplanten Kampagne auf der Internetseite www.magdochjeder.de öffentlich zugänglich. Dort sind auch Unterlagen für die einzelnen Betriebe vorhanden, die ausgefüllt an die Landwirt schafft Leben GmbH zusenden sind. Das System beruht auf einer freiwilligen Selbsteinschätzung anhand der Umsätze der Betriebe. Für Kleinstbetriebe mit einem Umsatz von weniger als 20.000,-- € sieht das System einen Beitrag von 100,-- € im Jahr vor. Für Betriebe jenseits der 500.000,-- € Grenze stehen Beträge von 2.000,-- € oder mehr im Raum. Die teilnehmenden Betriebe müssen nur die Selbsteinschätzung ausfüllen und ein Lastschriftmandat für zwei Jahre einrichten. Die kalkulierten Beträge entsprechen etwa der Hälfte der ehemaligen CMA-Beiträge.

Baulandstrategie der Stadt Bielefeld und Ortsteilentwicklungskonzept Dornberg/Babenhausen

Am 24. Juni fand ein Gespräch mit Vertretern der CDU-Fraktion des Rates der Stadt Bielefeld zu den genannten Themen statt. Mit der SPD-Fraktion und weiteren Vertretern der „Paprika-Koalition“ wurde am 28. Juni ebenfalls hierüber diskutiert. Jeweils wurde seitens des geschäftsführenden Vorstandes des Kreisverbandes deutlich Kritik an dem Baulandstrategiekonzept der Stadt Bielefeld geäußert, dass im Juli vom Rat der Stadt Bielefeld verabschiedet werden soll.  Insbesondere kritisiert wird der Zwang, mindestens 50 % der Fläche zur Nutzung als Bauland der Stadt anbieten zu müssen. Eine Mietpreisbremse wird angezweifelt. Denn eine Stadt kann in das Mietrecht nicht eingreifen. Die CDU-Fraktion hatte sich ebenfalls gegen die geplante Baulandstrategie ausgesprochen und fordert ein Gesamtkonzept für die Stadt Bielefeld. Die SPD-Fraktion dagegen hat das Konzept verteidigt und geht davon aus, dass eine Verabschiedung im Juli stattfindet. Zum Ortsteilentwicklungskonzept Dornberg/Babenhausen äußerten die Vertreter des Kreisverbandes nochmals ihre Ablehnung zu dem großen Flächenverlust für die Landwirtschaft. Hier sehen die Fraktionen die Notwendigkeit, Flächen auszuweisen, um den Wohnungsbau nach vorne bringen zu können.

Besichtigung Biodiversitätsleitbetrieb

Am 01. Juli besuchten Vertreter des Naturschutzbeirates des Kreises Herford und des Kreisverbandes den Biodiversitätsleitbetrieb Dirk Reese in Lage, der verschiedene Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität unternommen hat. Der Gruppe konnten verschiedene Blühstreifen und auch Blühflächen gezeigt werden. Der Betrieb Reese ist einer von 14 Leitbetrieben in NRW. Dort sollen eine Vielfalt an betriebsspezifischen Natur- und Artenschutzmaßnahmen beispielhaft umgesetzt werden. Ausgangspunkt für die Exkursion waren Überlegungen der Arbeitsgruppe „Runder Tisch Naturschutz“ beim Landrat des Kreises Herford. Diese Arbeitsgruppe besteht aus Vertretern des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, der Landwirtschaftskammer, der Naturschutzorganisationen und des Kreises Herford unter Leitung des Landrates.


Petra Bentkämper Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes

Die Mitgliederversammlung des Deutschen LandFrauenverbandes e.V. (DLV) hat am 02. Juli in Nekarsulm Petra Bentkämper, Vizepräsidentin des Westfälisch-Lippischen LandFrauenverbandes (WLLV), zur neuen Präsidentin des Bundesverbandes gewählt.
Hierzu gratuliert ihr der Landwirtschaftliche Kreisverband Herford-Bielefeld ganz herzlich. Frau Bentkämper stammt aus Bielefeld und war viele Jahre Vorsitzende des KreisLandfrauenverbandes Bielefeld. In Bielefeld-Senne betreiben ihr Mann Axel und sie einen Milchviehbetrieb.


Termine/Veranstaltungen:

12. Juli 2019
Gespräch mit dem Kirchenkreis Bielefeld

16. Juli 2019
Erntepressegespräch des Kreisverbandes auf dem Betrieb Kleimann in Bielefeld-Jöllenbeck

17. Juli 2019
Gespräch mit Britta Haßelmann (MdB) und Matthi Bolte-Richter (MdL),
beide Bündnis 90/DIE GRÜNEN

08. September 2019
Apfeltag Obsthof Otte, Herford-Hiddenhausen

26. September 2019
Gemeinsame Übergabe der Erntekrone mit den Landfrauen in Bielefeld
an OB Pit Clausen

02. Oktober 2019
Erntedankveranstaltung mit dem Kreis Herford und Übergabe der Erntekrone

11. Januar 2020
Winterfest des Kreisverbandes Herford-Bielefeld auf der Feierdeele von Bernd Upmeier zu Belzen

 

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