Rückwirkende Befreiung wieder möglich

14. Januar 2014

Änderung bei der Landwirtschaftlichen Alterskasse für Ehegatten

Ehegatten von Landwirten konnten bisher eine rückwirkende Befreiung von der Versicherungspflicht zur Alterskasse nur dann erreichen, wenn Sie den Befreiungsantrag innerhalb von drei Monaten nach Eheschließung gestellt haben. Ging der entsprechende Antrag verspätet bei der Alterskasse ein, war der Antragseingang maßgebend für den Beginn der Befreiung.

Betroffen waren davon etwa 2000 Fälle mit einer Beitragsnachzahlung von rund 6.Mio. Euro gewesen.

Dem DBV + WLV ist es gelungen, die bis zum August 2010 geltende Regelung wieder herzustellen.

Das bedeutet, dass der Antrag auf eine rückwirkende Befreiung von der Alterssicherung der Landwirte nicht mehr innerhalb der 3-Monats-Frist nach der Eheschließung gestellt werden muss. Entscheidend ist wieder der Zeitpunkt der Bekanntgabe des Bescheids über die Feststellung der Versicherungspflicht als Ehegatte eines Landwirts.

Die Gesetzesänderung tritt rückwirkend zum 11. August 2010 in Kraft. Dies hilft den Ehegatten, die aufgrund des zwischenzeitlich geltenden Rechts den Befreiungsantrag zu spät gestellt und deshalb hohe Beitragsnachzahlungen zu leisten hatten.

Die landwirtschaftliche Alterskasse bearbeitet die Fälle ohne besonderen Antrag. Bereits gezahlte Beiträge werden und wurden bereits  zurückerstattet

Landwirtschaftliche Alterskasse (LAK) Beitrag 2014

Der Beitrag zur LAK steigt von 222 € auf 227 €

Landwirtschaftliche Krankenkasse (LKK)  2014 - Höhere Beiträge

Da es 2014 zu einem zusätzlichen Bedarf der Landwirtschaftlichen Krankenkasse kommt und keine einsetzbaren Rücklagen mehr zur Verfügung stehen, wird es zukünftig ab 2014 ein tendenziell höheres Beitragsaufkommen geben. In den letzten drei Jahren wurden die Beiträge zur LKK aufgrund einsetzbarer Rücklagen deutlich abgesenkt. Deutlich wird dies im Vergleich des Beitrages von 2009. Dieser liegt jeweils im Bereich des Beitrages nach der neuen Beitragstabelle.

Landwirtschaftliche BG (LBG)  Beitrag 2014

Ab dem 01.01.2013 wird bei der SVLFG ein einheitlicher Beitragsmaßstab zu Grunde gelegt. Die sich daraus ergebenden Beiträge werden erstmals 2014 erhoben. Demnach zahlen alle Mitglieder einen Grundbeitrag von min. 60 € und maximal 240 €. Dieser orientiert sich nach der Unternehmensgröße. Ebenso wird ein risikoorientierter Beitrag erhoben. Mitgeteilt werden diese neuen Beiträge voraussichtlich zum Jahresende. Die in vielen Fällen eintretenden Beitragsveränderungen sollen bis 2018 stufenweise angeglichen werden. Eine Härtefallregelung für überproportionale Steigerung ist vorgesehen.  Sobald wir neue Informationen zur genauen Berechnung des neuen Beitrages haben, werden wir Sie an dieser Stelle informieren.

Trotz der Beitragssteigerung ist die landwirtschaftliche Sozialversicherung immer noch günstiger als die allgemeine Sozialversicherung. Eine Integration der landwirtschaftlichen  Sozialversicherung in die allgemeine Sozialversicherung hätte höhere Beitragssteigerungen für die landwirtschaftlichen Familien zur Folge.
Die landwirtschaftliche Sozialversicherung deckt die konkreten Bedürfnisse deutscher Landwirte ab und schließt die Versicherungslücken der konventionellen Sozialversicherung. Auch eine privatwirtschaftliche Versicherung als Ersatz oder Ergänzung sollten sich Versicherte in der Landwirtschaft gut überlegen und sich eingehend bei uns beraten lassen.

 

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