Hoftag, Telefon-Abzocke, Weihnachtsbaum-Verträge, Wirtschaftswege Medebach

24. Juni 2016

Neues aus dem Kreisverband Hochsauerland

Wirtschaftswege müssen viele Funktionen erfüllen - in Medebach wird ein neues Konzept erstellt (Symbolfoto)

Beim Hoftag in Berlar mehr als 2000 Besucher

In Bestwig – Berlar kamen über 2000 Gäste zum Tag des offenen Hofes auf den Hof der Familie Wigbert und Laurenz Kreutzmann und konnten von 11 – 17 Uhr hinter die Kulissen des Hoflebens blicken. Viele Helfer bestehend aus Landwirten, Junglandwirten, Schülern der Höla, Landwirtschaftskammer und Landfrauen standen Rede und Antwort bei Fragen zum Hof. Feuerwehr, DRK und die Dorfgemeinschaft Berlar unterstützten den Tag tatkräftig.

Die kleinen Besucher freuten sich über Strohburg, Trampeltrecker-Parcours und Wettmelken mit Melkdiplom sowie ein Glücksrad mit kniffligen Fragen zur Landwirtschaft. Auch ein Ritt auf Islandpferden war möglich. Mit Herzhaftem vom Grill, verschiedenen Milchprodukten und hausgemachten Kuchen konnten die Gäste ihre Gaumen verwöhnen. Familie Kreutzmann freute sich, den Gästen einen Einblick in ihre Arbeit zu gewähren und vor allem, dass das Wetter mitspielte.

In der feierlichen Begrüßungsrunde kam auch die Agrarpolitik nicht zu kurz:

MdB Dirk Wiese (SPD) und MdL Matthias Kerkhoff (CDU) setzten sich in ihren Begrüßungsansprachen für einen Bürokratieabbau ein und versprachen, dass die Politik sich weitgehend aus Agrarmärkten heraushalten wolle. Die stellvertretende Landrätin Ursula Beckmann sprach die enorm wichtige Rolle der heimischen Land- und Forstwirtschaft für den Erhalt der Kulturlandschaft im HSK an. Sie betonte die Wichtigkeit einer qualifizierten Ausbildung der heimischen Land- und Forstwirte.

 

Vorsicht bei gewerblichen Telefonangeboten und „Umfragen“!

Derzeit werden viele unserer Mitglieder wieder einmal ungewollt telefonisch kontaktiert. Den Mitgliedern wird ein Eintrag in ein elektronisches Branchenverzeichnis angeboten (z.B. seitens des IBVZ – Verlages). Die gewerblichen Interneteintragungen, wie in diesen Telefonaten angeboten, machen für unsere Mitglieder in aller Regel keinen Sinn.

Achten Sie insbesondere darauf, dass Sie nicht telefonisch erlauben, dass das Telefonat aufgezeichnet wird. Geben Sie keine Zustimmung am Telefon zu Vertragsangeboten ab.

Ein beliebter Trick ist es auch, dass Sie gebeten werden, an einer telefonischen Umfrageaktion teilzunehmen. Legen Sie im Zweifel sofort auf.

 

Empfehlung für Christbaumerzeuger:

Keine mündlichen, sondern nur schriftliche Abmachungen treffen

Viele Christbaumerzeuger haben in der Vergangenheit die leidvolle Erfahrung gemacht, dass Abnehmer von Weihnachtsbäumen den Kaufpreis nicht entrichtet haben. Es ist unbedingt zu empfehlen, dass die Vereinbarung über Menge und Kaufpreis schriftlich vereinbart wird. Leider sind mündliche Vereinbarungen immer noch Gang und Gäbe. Wir möchte daran erinnern, dass die Beweislast bei Geltendmachung der Kaufpreisforderung den Verkäufer, also den Christbaumerzeuger, trifft und ein Nachweis über die verkaufte Menge der Weihnachtsbäume und die Höhe der Kaufpreises nicht gelingt, wenn die Absprachen nur mündlich erfolgten. Es ist auch anzuraten, dass der Verkäufer eine Anzahlung nach Auszeichnung, aber vor der Ernte der Bäume, verlangt.

 

Tagesfahrt der Ortsverbände Marsberg und Giershagen-Heddinghausen

38 Teilnehmer konnten die Vorsitzenden Heribert Köchling und Hubertus Willeke, sowie die Ortslandwirte Frank Frewert und Hubertus Bohle der Ortsverbände Marsberg und Giershagen-Heddinghausen bei der Tagesfahrt am 9. Juni zählen. Nach der Besichtigung des Grenzmuseum Point Alfa in Geisa nahm die Gruppe an einer Führung durch das Erlebnis-Salzbergwerk Merkers teil. 

 

Landwirte dürfen sich bei Bekämpfung der Herkulesstaude nicht verweigern!

Auf Initiative unseres Landwirtschaftlichen Kreisverbandes ist es endlich gelungen, die Baubetriebshöfe der Kommunen zu bewegen, die Herkulesstaude zu bekämpfen. Nunmehr ist es in der Vergangenheit vereinzelt dazu gekommen, dass Landwirte den Mitarbeitern des Baubetriebshofes das Betreten ihrer landwirtschaftlichen Grundstücke untersagt haben, obwohl diese Mitarbeiter einzig und allein die Herkulesstaude längs von Bachläufen bekämpfen wollten. Es muss uns ein gemeinsames Anliegen sein, dass die Herkulesstaude als invasive Pflanzenart intensiv bekämpft wird.

Bitte ermöglichen Sie unbedingt den Mitarbeitern des Baubetriebshofes das Betreten Ihrer landwirtschaftlichen Nutzflächen, damit wir gemeinsam die Herkulesstaude in den Griff bekommen. Verweigerungshaltung hilft hier überhaupt nicht weiter, sie ist kontraproduktiv.

 

Neues Kommunales Wirtschaftswegekonzept im Stadtgebiet Medebach

Die Stadt Medebach überarbeitet das derzeitige landwirtschaftliche Wirtschaftswegekonzept. Damit Sie sich entsprechend informieren und einbringen können, möchten wir Sie auf folgende Termine hinweisen und raten auch an, an diesen Terminen teilzunehmen. Die Termine finden jeweils um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses der Stadt Medebach statt:

27.06.: Dreislar und Berge

30.06.: Medebach

19.07.: Medelon Glindfeld

26.07.: Oberschledorn

27.07.: Düdinghausen

02.08.: Referinghausen u. Titmaringhausen

03.08.: Deifeld und Küstelberg

 

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