Aktuelles Urteil: Patientenverfügung muss konkret sein

10. August 2016

Vorsicht bei Vordrucken aus dem Internet - Beratung in der WLV-Geschäftsstelle einholen

Der Landwirtschaftliche Kreisverband hat seit jeher davor gewarnt, für Patientenverfügungen Vordrucke aus dem Internet zu verwenden. Nun hat der BGH entschieden, dass Patientenverfügungen individuell und konkret sein müssen. Will heißen: Der medizinische Behandlungsabbruch muss genau beschrieben werden. Die Patientenverfügungen, die der Landwirtschaftliche Kreisverband HSK seinen Mitglieder gefertigt hat, entsprechen den Anforderungen des BGH. Viele andere Patientenverfügungen aus anderen Quellen dürften womöglich den BGH-Anforderungen nicht entsprechen.

Wenn eine Patientenverfügung nicht konkret und individuell ist, müsste sie ausgelegt werden. Die Ärzteschaft dürfte verunsichert sein und sich in Zukunft Patientenverfügungen genauer durchlesen. Fatal wäre es, wenn ein Arzt Zweifel an einer Patientenverfügung äußern würde. Dann müsste die Familie eines todkranken Menschen ggf. mit gerichtlicher Hilfe versuchen, dem eigentlichen Wunsch des todranken Menschen auf Einstellung lebensverlängernder Maßnahmen gerecht zu werden.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Patientenverfügung den neuerlichen Anforderungen der BGH-Rechtsprechung genügt oder Sie noch gar keine Patientenverfügung haben (jeder sollte eine Patientenverfügung haben!), dann vereinbaren Sie bitte einen Termin mit unserer Geschäftsstelle.

 

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