Hintergrundgespräch mit Politik

28. Mai 2018

Kreisverband Hochsauerland

MdB Dirk Wiese, Ludger Böddecker, Dr. Christoph Bartsch, Klaus Bauerdick und Karsten Drews-Kreilman (von links).

Zum Hintergrundgespräch trafen sich jetzt Klaus Bauerdick, stellvertretender Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Hochsauerland und zugleich Vorsitzender der Waldbauern, sowie deren Geschäftsführer Karsten Drews-Kreilman mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Dirk Wiese, Brilons Bürgermeister Dr. Christof Bartsch und dem SPD-Kreistagsmitglied Ludger Böddeker.

Zunehmend Sorgen bereiten den Bauernfamilien die Einbrüche in Stallungen durch selbsternannte „Tierrechtler“ und die „Quasi-Legitimierung“ dieser Taten durch angenommene Tierschutzverletzungen. MdB Dirk Wiese bestätigte in dem Gespräch noch einmal die Pläne der Bundesregierung, Stalleinbrüchen durch Verschärfung des Strafrechts Einhalt zu gebieten. Bauerdick betonte, dass die Landwirtschaft es natürlich grundsätzlich begrüße, im Fokus der Öffentlichkeit zu stehen. Einbrüche in Stallungen seien aber dringend als Straftat zu werten. Bauerdick: „Öffentlichkeit und Kritiker sind herzlich willkommen, Landwirtschaft vor Ort zu erleben. Landwirte wirtschaften sowieso draußen in der Landschaft und können von jedermann beobachtet werden. Zudem öffnen wir auf Anfrage unsere Hoftore gern für die interessierte Öffentlichkeit.“

Einig waren sich sämtliche Beteiligte der Gesprächsrunde, dass der Flächenverbrauch in der freien Landschaft eine große Belastung für Landwirte, aber auch für Gewerbetreibende darstelle. So sei es im Interesse aller Beteiligten, wenn Kompensationsmaßnahmen für Eingriffe in der freien Landschaft zukünftig auch im Wald möglich seien. Dies sei auch im Interesse der Waldbesitzer, wenn diese mit Vertragsnaturschutz eine Einnahmequelle generieren könnten.

Dirk Wiese sagte zu, sich – auch in seinen Funktionen als stellvertretender Sprecher für Landwirtschaft und forstpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion – der Problematik anzunehmen. Das Bundesnaturschutzgesetz müsse geändert werden, andererseits aber auch das Landesnaturschutzgesetz, sagte er.

Die Gespräche mit dem Landwirtschaftlichen Kreisverband sollen kontinuierlich weitergeführt werden, ebenso die Besichtigung von unterschiedlichen Bauernhöfen, die in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge mit dem Bundestagsabgeordneten stattfinden wird.

Daten werden geladen …