Milch im Supermarkt teils rationiert - warum?

27. März 2020

Packungsgrößen müssen wegen der veränderten Nachfrage noch angepasst werden

Milch im Supermarkt teils rationiert – warum?

Es ist genug Milch vorhanden, nur noch in der falschen Packungsgröße!

 

Südwestfalen. In einigen Supermärkten wird Trinkmilch „rationiert“ - wird Milch jetzt auch knapp? – Nein, kann der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband in Südwestfalen beruhigen, die über 45.000 Kühe auf den 760 Milchbauernhöfen in den Kreisen Hochsauerland, Olpe, Siegen-Wittgenstein und Märkischer Kreis* produzieren ganz normal weiter und die Molkereien holen die Milch auch zur Verarbeitung auf den Höfen ab.

Aber: Es hat eine deutliche Nachfrageverschiebung im Inland stattgefunden. Die Nachfrage von Milchprodukten durch Gastronomie, Mensen etc. ist weggebrochen, wird aber durch die stark gestiegene Nachfrage der Kunden im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) aufgefangen. Die Molkereien müssen dies nun aber auch in ihrer Produktion umstrukturieren. Milchprodukte für Gastronomie beispielsweise werden normalerweise in großen Gebinden verpackt. Die deutlich erhöhte Herstellung kleinerer Gebinde kann maschinell besonders in kleineren Molkereien nicht realisiert werden und bringt auch große Molkereien an die Auslastungsgrenzen. Auch die Lieferströme müssen in Richtung LEH angepasst werden, all das ist nicht so schnell zu bewerkstelligen. Aber auch daran wird mit Hochdruck gearbeitet. Die Milchanlieferung der Bauern an die Molkereien ist in Deutschland derzeit sehr hoch, sie ist nicht der limitierende Faktor.

 

*MK: 156 Höfe, 11.971 Kühe, OE: 98 Höfe, 5.500 Kühe, SiWi: 115 Höfe, 3843 Kühe, HSK: 389 Höfe, 23.990 Kühe)

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