Rund 500 Bauern und Bäuerinnen beim Kreisverbandstag

16. Januar 2019

Ministerin zu Gast

„Zukunftsperspektiven für die Landwirtschaft in Westfalen-Lippe“, so lautete das Thema des diesjährigen Kreisverbandstages, zu dem der Landwirt­schaftliche Kreisverband Soest am Mittwoch, dem 16. Januar 2019, in die Gemeinschaftshalle in Oestinghausen eingeladen hatte. Die prominente Referentin, die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW, Ursula Heinen-Esser, sprach vor rund 500 Bauern, Bäuerinnen und Ehrengästen.

Ministerin Heinen-Esser begrüßte die Landwirte damit, dass sie den Kreis Soest als ein Zentrum der Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen ansehe. Ein zentrales Thema ihrer Rede war die Digitalisierung in der Landwirtschaft und damit auch der notwendige Ausbau des Mobilfunknetzes. Die mit dem Klimawandel verbundenen zunehmenden Wetterextreme waren ein weiterer wichtiger Aspekt ihrer Ausführungen: „Wir sind im Klimawandel angekommen und müssen deshalb neben dem Klimaschutz auch über eine Anpassung an den Klimawandel reden“, sagte sie.  Sie führte drei Bereiche an: „Einerseits müssen wir schauen, wie sich die Schäden durch Wetterextreme besser versicherungstechnisch absichern lassen.“ Andererseits seien auch steuerliche Maßnahmen notwendig, um Extremjahre entsprechend zu bewerten. Wichtiger als die Absicherung sei aber die Anpassung an den Klimawandel. Hier sei die Wissenschaft gefragt; es müsse an Pflanzen und Anbauverfahren geforscht werden, die besser an den Klimawandel angepasst werden könnten, sagte die Ministerin. Weiter war die Nutztierhaltungsstrategie des Landes  NRW Thema. „Wir haben in der Tierhaltung zahlreiche Zielkonflikte“, sagte sie. So gebe es unter anderem einen Zielkonflikt zwischen dem Tierwohl einerseits und dem Emissionsschutz andererseits. So seien beispielsweise Offenställe positiv für das Wohlbefinden der Tiere, die Geruchsemissionen bei dieser Haltungsform aber deutlich höher. An diesen Zielkonflikten müsse gearbeitet werden.

Letztes großes Thema war die europäische Agrarpolitik. „Unser Leitgedanke ist klar: Wir müssen die Agrarpolitik in der Europäischen Union für die Umwelt wirksamer, für die ländlichen Räume attraktiver und die Bauern einfacher sein“, sagte sie.

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