Blühendes Band durchs Münsterland

16. Mai 2018

Landschaftsgärtner Frank Hartmeyer sorgt für die Aussaat der insgesamt 520 Kilogramm Saatgut im Kreis Warendorf. Die Landwirte freut's!

Einen Blühstreifen quer durch den Kreis Warendorf haben die Landwirte angelegt und schaffen damit wichtige Nahrungs- und Rückzugsflächen für Insekten, Feldvögel und anderen Wildtiere: Auf 45 Kilometer Länge, verteilt auf Warendorf, Ostbevern, Freckenhorst/Hoetmar, Ennigerloh, Alverskirchen, Ahlen, Beckum und Wadersloh wurde auf einem 1,5 Meter breiten Streifen das Saatgut von Koriander, Ringelblume, Malve und Buchweizen ausgebracht, das in wenigen Wochen blühen wird. Dann zieht sich das "Blühende Band Münsterland" sichtbar durch die Landschaft.

Honigbienen, Hummeln, Wildbienen, Schmetterlinge und viele ander Insekten spielen für den Erhalt der Artenvielfalt von Wildpflanzen eine wichtige Rolle - aber auch bei der Bestäubung von Kulturpflanzen wie Obst oder Raps. Allein 84 Prozent unserer heimischen Blütenpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen, sodass ohne sie unsere heutige Kulturlandschaft undenkbar wäre. Jedoch fehlt es vielerorts zunehmend an blühenden Flächen und damit an der Nahrungsgrundlage für die Insekten.

Mit der Aussaat von 10 einjährigen Kulturarten, die eigens für diese Maßnahme zusammen gestellt wurden und von der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft kostenlos zur Verfüugn gestellt wurde, sorgen Landwirte von Warendorf bis Borken und von Steinfurt bis Recklinghausen für das "blühende Band".

Weil das Interesse der heimischen Landwirte so groß ist, sich für Biodiversität zu engagieren, wurden in einem ersten Schritt 370 Kilo Saatgut verteilt. Weitere 150 Kilo wurden bereits nachbestellt. Die am Projekt teilnehmenden Landwirte freuen sich dabei über die unbürokratische Umsetzung: Die Blühstreifen müssen nicht gesondert im Flächenverzeichnis eingezeichnet werden. Eine schriftliche Mitteilung an die Kreisstelle der Landwirtschaftskammer reicht.

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