Millionenförderung für Glasfaserausbau: "Alle haben an einem Strang gezogen"

19. September 2018

„120 Mio. EUR für den Glasfaserausbau im Außenbereich des Kreisgebietes – ein so hoher Förderbescheid ist einzigartig und den langen und intensiven Verhandlungen und dem Ziehen am sprichwörtlich gemeinsamen Strang aller Verantwortlichen in Politik und Verwaltung zu verdanken“, lobte Bürgermeister Axel Linke beim Jahresgespräch mit den Vorsitzenden der landwirtschaftlichen Ortsverbände im Grünen Zentrum. Und auch Kreisverbandsvorsitzender Hermann-Josef Schulze-Zumloh betonte: „Das ist ein klares Bekenntnis von Politik und Verwaltung zum ländlichen Raum“. Im nächsten Jahr soll der Ausbau beginnen. „Wenn zeitnah Firmen für die zahlreichen Ausbauarbeiten gefunden werden können, wird in rund drei Jahren auch der letzte Haushalt von der neuen Vectoringtechnologie profitieren können“, so Linke.

Baudirektor Peter Pesch erläuterte kurz die zwischenzeitlich notwendig gewordene Neuorganisation der Bauaufsicht durch die befristete Übernahme durch den Kreis bis zum 31.01.2018. Es gelte, die Bauordnung in dieser Zeit auf neue Beine zu stellen. „Wir arbeiten daran, Anfang 2019 wieder handlungsfähig zu sein“, so Bürgermeister Linke, der sich nochmals bei Landrat Dr. Olaf Gericke für die Amtshilfe bedankte. Durch die Übernahme der Bauanträge aus dem Stadtgebiet Warendorf habe sich das Antragsvolumen der Bauaufsicht des Kreises um ca. 30 Prozent erhöht. Wartezeiten seien  daher leider unvermeidlich.

Der Baudirektor gab ebenfalls einen Sachstandsbericht zu der Bauplanung, insbesondere zum Baugebiet zwischen In de Brinke und Stadtstraße Nord. Die inhaltlichen Arbeiten seien weitestgehend abgeschlossen. Der Bebauungsplan  werde nun zur abschließenden inhaltlichen Beratung in die Gremien gegeben. Die finalen Arbeiten sollen voraussichtlich noch in 2018 beendet werden und die Erschließung  möglichst früh in 2019 erfolgen. Die im Zuge der damit eng verbundenen Maßnahmen zur „Neuen Ems“ und der vorgesehenen Emsumlegung wurden von ihm ebenfalls erläutert.

Zu den Abwasseranschlüssen im Außenbereich berichtete Ralf Bücker, Betriebsleiter Abwasserbetreib Warendorf, und informierte über das Außenanschlusskonzept. Dieses soll noch in diesem Jahr wegen der extrem gestiegenen Baukosten komplett überarbeitet werden. Die für nächstes Jahr vorgesehenen Anschlüsse in Hoetmar würden wie geplant umgesetzt. Die Entscheidung über weitere Maßnahmen zum Anschluss von Grundstücken im Außenbereich wird von den Ergebnissen der Überarbeitung des Außenanschlusskonzeptes abhängig gemacht. Der Anschluss erfolge so eigentürmerverträglich wie möglich.  

Foto: Bürgermeister Axel Linke (Mitte) im Gespräch mit (v.li.) Peter Stratmann, Jochen Kuckelmann, Michael Klein (stellv. Geschäftsführer Kreisverband), Ludger Kuhlage, Rudolf Merten, Peter Stork, Baudirektor Peter Pesch, Matthias Finkenbrink und Kreisverbandsvorsitzender Hermann-Josef Schulze-Zumloh.


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