Landwirte haben Angst vor der Zukunft

28. März 2019

Großkundgebung mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner

Mit einer Großkundgebung am 4. April auf dem Domplatz in Münster wollen die Landwirte aus Westfalen-Lippe und ihre Berufskollegen aus mehreren Bundesländern ihrer Angst vor der Zukunft Ausdruck verleihen. Denn es geht um viel: Es geht um eine zukunftsfähige bäuerliche Landwirtschaft – oder ihr Ende. Immer mehr kostensteigernde Auflagen durch die Politik einerseits und fehlende Verlässlichkeit und Planbarkeit andererseits verunsichern die Bauern. Investitionsstau ist die Folge. Der schadet der künftigen Wettbewerbsfähigkeit. Gesellschaftlicher Druck, mangelnde Wertschätzung und niedrige Preise belasten zusätzlich.

Die zukunftsfähige bäuerliche Landwirtschaft ist in Gefahr

Am Donnerstag, 4. April, werden rund 5000 Landwirte aus mehreren Bundesländern ab 10.30 Uhr zur Großkundgebung auf den Domplatz in Münster erwartet. Aus dem Kreis Warendorf reisen über 500 Teilnehmer an. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und NRW-Agrarministerin Ursula Heinen-Esser haben ihr Kommen zugesagt. Vor Ort werden die Präsidenten der Landesbauernverbände Westfalen-Lippe und Rheinland, die Präsidentin des Landfrauenverbandes sowie die Landjugend Klartext reden und die Sorgen des Berufsstandes benennen: Die aktuellen Vorschläge der Bundesregierung zur drastischen Verschärfung des Düngerechts sind das bislang letzte Beispiel einer Reihe von immer mehr kostensteigernden Auflagen. Dabei übernehmen die Landwirte längst Verantwortung für den Gewässerschutz, arbeiten mit moderner Technik wasser- und bodenschonend.

"Wir sind sehr erfolgreich im Trinkwasserschutz"

„Im Kreis Warendorf haben wir eine sehr gute Wasserkooperation und sind sehr erfolgreich beim Trinkwasserschutz“, so Kreisverbandsvorsitzender Hermann-Josef Schulze-Zumloh. Aber auch die gesellschaftlichen Herausforderungen an die Tierhaltung werden angesprochen. Hier müssen Politik und Gesellschaft verbindlich antworten, ob sie die Preise für die Mehrauflagen auch bezahlen werden. „Wir brauchen endlich klare Aussagen, welche Form der Landwirtschaft in Deutschland gewünscht ist, wie sie finanziert werden und global wettbewerbsfähig bleiben kann“, so Schulze-Zumloh. „Wir sind zum Dialog bereit“, so der Kreisverbandsvorsitzende mit Blick auf die Großkundgebung.

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