45 KM Blühstreifen durch den Kreis Warendorf: Bauern ackern für Artenvielfalt

24. Juli 2019

Einen kilometerlangen Blühstreifen aus Rotklee, Fenchel, Dillsaat und mehr haben die heimischen Landwirte quer durch den gesamten Kreis Warendorf angelegt, um Insekten, Feldvögeln und anderen Wildtieren wichtige Nahrungs- und Rückzugsflächen zu bieten. Insgesamt 2 Tonnen Saatgut haben die Landwirte – verteilt auf zahlreiche Äcker – ausgebracht. Inzwischen zieht sich auf mehr als 45 Kilometern Länge ein "Blühendes Band" aus Ringelblumen, Malven, Wicken, Sonnenblumen, Koriander und Buchweizen durch die Landschaft.
Honigbienen, Hummeln, Wildbienen, Schmetterlinge und viele andere Insekten spielen für den Erhalt der Artenvielfalt von Wildpflanzen eine wichtige Rolle - aber auch bei der Bestäubung von Kulturpflanzen wie Obst oder Raps. Allein 84 Prozent unserer heimischen Blütenpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen, sodass ohne sie unsere heutige Kulturlandschaft undenkbar wäre. Jedoch fehlt es vielerorts zunehmend an blühenden Flächen und damit an der Nahrungsgrundlage für die Insekten.
Mit der Aussaat von 10 einjährigen Kulturarten, die eigens für diese Maßnahme zusammen gestellt und von der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, sorgen die Landwirte im Kreis Warendorf für das weithin sichtbare und für die Insekten äußerst schmackhafte "blühende Band".
Weil das Interesse der heimischen Landwirte so groß ist, sich für Biodiversität zu engagieren, reichten die von der Stiftung ausgeteilten 1.500 Kilo Saatgut gar nicht aus: Viele Landwirte haben privat bei den Raiffeisengenossenschaften zusätzlich Saatgut angefordert. „Wir haben im Kreisgebiet rund 2 Tonnen Saat ausgebracht“, freut sich Kreisverbandsvorsitzender Hermann-Josef Schulze-Zumloh.

Für die Fotos hat Landwirt Josef Schumacher in Beckum auf den Auslöser seiner Kamera gedrückt.

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