Imker und Landwirte blicken mit Sorge auf die heißen Sommer 2018 und 2019

28. Oktober 2019

Mit Sorge blickten die Vertreter des Kreisimkerverbandes und des Kreislandwirtschaftsverbandes bei ihrem Jahresgespräch auf die Witterungssituation der letzten beiden Jahre: „Die Trockenheit hat den Landwirten zu schaffen gemacht“, so der Kreisverbandsvorsitzende der Landwirte, Hermann-Josef Schulze-Zumloh. Auch für die Imker haben die trockenen Jahre Probleme gebracht. Darüber hinaus wirke sich genau wie bei den klassischen landwirtschaftlichen Produkten auch beim Honig der globale Markt für Nahrungsmittel aus. Stephan Kaplan, Vorsitzender des Kreisimkervereins, erklärt: „Die hohen Produktionsstandards für Nahrungsmittel in Europa und gerade in Deutschland finden sich nicht im Preis des Lebensmitteleinzelhandels wieder. Auch beim Honig drängen große Importmengen auf den Markt. In den Herkunftsländern gelten deutlich niedrigere Standards als in Deutschland.“

Imker und Landwirte wiesen bei ihrem Jahresgespräch darauf hin, dass der Anbauumfang von Raps im Kreis Warendorf aktuell zurückgeht. Hintergrund sei der zunehmende Schädlingsdruck, der die Rapserträge deutlich reduziere, weil Pflanzenschutzmittel nur noch eingeschränkt zur Verfügung stünden. Als Ersatz für diese wertvolle Trachtquelle diskutierten Imker und Landwirte über den Anbau von Kleegras, Luzerne, aber auch Ackerbohnen oder Erbsen. Zugleich wurde deutlich, dass die bereits im zweiten Jahr von der Landwirtschaft betriebene Aktion „Blühendes Band“ sowohl für die Honigbiene, als auch für Wildbienen ein wertvoller Nektarspender ist. Einig ist man sich, dass in allen Bereichen mehr für den Schutz von Insekten unternommen werden kann. Dies gelte für Hausgärten ebenso wie für land- und forstwirtschaftliche Nutzfläche. Die Zusammenarbeit zwischen Imkern und Landwirten soll weiter intensiviert werden. So sind die Vertreter der örtlichen Imkervereine herzlich eingeladen, an den Feldbegängen der Landwirtschaftlichen Ortsverbände teilzunehmen.  

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