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  • Tag der Milch: Milchaktionstag in der Grundschule Hillegossen

    28. Mai 2013

    Der Schulhof wird zur großen Bühne: Die "Kuh auf Muh und Du“ erleben die gesamten 260 Schüler der Grundschule Hillegossen am Dienstag, 28. Mai, von 9.00 bis 12.30 Uhr. Denn der Landwirtschaftliche Kreisverband Bielefeld gestaltet anlässlich des „Internationalen Tages der Milch“ (weltweit 1. Juni) einen Milchaktionstag. Eine richtige Kuh stattet den Schülern auf dem Pausenhof einen Besuch ab.

    Ist doch klar: Die Milch kommt aus dem Getränkekarton, oder? Eine Kuh wird häufig nicht mehr mit der Milch im Laden in Verbindung gebracht - eher mit der lila Kuh oder gar mit Schokolade. Doch was hat die Kuh mit der Milch zu tun? Anliegen des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes ist es zum diesjährigen „Internationalen Tages der Milch“ die Milchquelle erfahrbar zu machen und die Wichtigkeit des Kuhsaftes für eine gesunde Ernährung ins Gedächtnis zu rufen. Denn: Der Absatz von Schulmilch in Nordrhein-Westfalen ist im vergangenen Jahr erneut spürbar zurückgegangen. Wie Daten der Landesvereinigung der Milchwirtschaft für Nordrhein-Westfalen (NRW) belegen, belief sich 2012 der Verkauf von Schulmilch einschließlich Milchmischerzeugnissen auf 12.231 t. Das waren 1.099 t oder 8,2 % weniger als im Vorjahr. „Innerhalb der vergangenen zehn Jahre hat sich der Absatz von Schulmilch in NRW damit um mehr als ein Drittel verringert“, bringt es der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Bielefeld Heinrich Dingerdissen auf den Punkt.

    Dabei ist die Milch unerlässlich für die Kinder. Sie liefert wie kein anderes Nahrungsmittel hochwertiges Eiweiß, Vitamine und für den Knochenbau unverzichtbare Mineralstoffe wie Calcium und Phosphor in optimaler und leicht verwertbarer Zusammensetzung. Das Milcheiweiß ist besonders hochwertig, weil es alle lebensnotwendigen Eiweißbausteine besitzt. Milchfett ist leicht verdaulich, da es in Form kleinster Fettkügelchen fein verteilt ist. Milchzucker wird im Körper rasch umgesetzt: „Milch ist ein blitzschneller Energielieferant“, erläutert Dingerdissen. „Um konzentriert und lernbereit für den Schulalltag zu sein, brauchen die Kids eine solide Grundlage.“ Deshalb seien das Frühstück und der Pausen-Snack die wichtigsten Mahlzeiten am Tag. Die Konzentration und Lernfähigkeit werde gefördert, die Schülerinnen und Schüler bekämen damit einen guten Start in den anstrengenden Schulalltag. „Das „Muh-lti“-Getränk Milch stelle daher für Kinder und Jugendliche die Powerquelle für Aktivitäten in Schule aber auch in der Freizeit dar.

    „Unser Anliegen ist es zudem, die Herkunft des Kuhsaftes - die Milchquelle - transparent zu machen und über die Haltung unserer Tiere aufzuklären“, erläutert der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende Heinrich Quakernack, der mit seiner Kuh mit den witzigen Namen „Madam Groll“ die Schule besucht. Wenig bekannt sei, wie ein Bauer heute arbeite. Viele hätten keine Vorstellungen mehr davon, wie Nahrungsmittel erzeugt werden. Dem wollen die Landwirte durch Offenheit und Dialog entgegenwirken. „So dient 90 % meiner Arbeit dem Wohlbefinden meiner Kühe“, berichtet der Milchbauer Quakernack um den täglichen Einsatz für seine Tiere. Er melkt sie morgens und abends, auch Feiertags und am Wochenende.

    „Die Tierhaltung wurde in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich verbessert“, weiß auch Dingerdissen. Komfortable Liegeboxen, breite Lauf- und Fressgänge, offene Ställe mit guter Luftführung und viel Licht gehörten heute zum „Rundum-Wohlfühlprogramm“ der Kühe. Zum „Wellnessprogramm“ gehört zudem die Kuhbürste: „Hier können sich die Kühe ihre Massage abholen“, erklärt Milchbauer Quakernack schmunzelnd den Kindern. Sie erinnere an einer Bürste in einer Autowaschanlage, die von den Tieren selbst betätigt wird. „Früher ist ein Kuhstall häufig klein, nass und eng gewesen“, schildert Dingerdissen. Zudem wurden die Tiere über Winter im Stall angebunden. Boxenlaufställe dagegen seien heute hell, böten den Kühen viel frische Luft, viel Platz und die Tiere könnten sich frei bewegen. Dingerdissen verdeutlicht, dass all dies dem Kuhkomfort diene. „Nur Kühe, die sich wohl fühlen, erbringen auch eine gute Milchleistung“, so Quakernack und betont weiter: „Wir sehen, wenn es ihnen nicht gut geht und würden dann sofort Abhilfe schaffen.“ Das gelte im Übrigen auch an Feiertagen und quasi rund um die Uhr.

    Wer möchte mehr Einblicke in das Leben der Tiere auf dem Bauernhof haben? Der Kreisverbandsvorsitzende lädt zu Hofbesuche auf die heimischen Höfe ein. Eine Liste der Bielefelder Betriebe, aber auch viele Infos rund um den grünen Berufszweig zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts in der Schule sind im Internet unter lernort-bauernhof.wlv.de. zu finden.

    „Kuh-ten Tag!“, wünscht am Ende des Aktionstag Milchbauer Quakernack mit seiner Kuh, hebt sein Glas Milch und unterstreicht: Bereits ¼ Liter Milch decke einen Großteil aller Nährstoffe, die für die Fitness der Kinder vor allem in der Schule notwenig sei. Dingerdissen unterstreicht: „Die Milch ist doch echt kuh-l und ein „Muh-lti“-Getränk!“

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