Bauern beginnen mit der Frühjahrsdüngung
Landwirtschaftlicher Kreisverband bittet um Verständnis

12. Februar 2013

Die Landwirte im Kreis Borken bitten um Verständnis dafür, dass sie in diesen Tagen mit der Düngung ihrer Felder beginnen. Der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, Ludger Schulze Beiering, bittet um gegenseitige Rücksichtnahme. Der Landwirt aus Weseke erklärt, dass die im Herbst gesäten Pflanzen nun in den Startlöchern stehen, um im März ins Wachstum zu gehen: „Gülle und Mist aus der Tierhaltung und Gärreste aus der Biogasgewinnung sind für uns Bauern wertvolle Naturdünger, mit denen wir Nährstoffkreisläufe schließen. Was dem Boden durch die Pflanzen entzogen wird, muss wieder zugeführt werden.“

Von den Berufskollegen werde ein sensibler Umgang mit tierischen Nährstoffen erwartet. Die Ausbringung dieser sogenannten Wirtschaftsdünger wird gesetzlich durch die Düngeverordnung geregelt. Deren korrekte Umsetzung wird überwacht von der Landwirtschaftskammer NRW. Der dortige Pflanzenbauberater Ludger Laurenz weist auf die Fortschritte in Richtung boden- und umweltschonender Verarbeitung hin: „Die früher vorherrschende Gülleverteilung über Prallteller ist ein Auslaufmodell. Heutzutage sind exaktere Methoden mit Schleppschläuchen oder Schlitzschuhen Standard, die zugleich die Nährstoffe für die Pflanze besser verfügbar machen. Moderne Technik mit Reifenregeldruckanlagen sorgen zudem dafür, dass die Belastung für die Böden trotz größer gewordener Traktoren gesunken ist.“

Aber dass Gülle auch ihre Schattenseite hat, sei auch den Landwirten bewusst. Besonders beim Ausbringen der Gülle werden Geruchsstoffe freigesetzt, die für Anwohner oder Fußgänger zwar ungefährlich sind, aber trotzdem eine Geruchsbelästigung darstellen. Ludger Schulze Beiering erläutert: „Unsere Bauern unternehmen auf mehrfache Weise Anstrengungen, um die Gerüche einzudämmen“. Dadurch, dass der Bauer die Gülle auf dem Acker zeitnah nach dem Ausbringen eingrubbert und einpflügt, sei die Belästigung relativ schnell reduziert. Auf Wiesen und Weiden sei das natürlich nicht möglich. „Unsere Bauern geben sich aber auch hier alle Mühe, durch bodennahe Ausbringung die Geruchsbelästigungen möglichst zu minimieren“, so Schulze Beiering.

Der Kreisverbandsvorsitzende verweist angesichts der zurückliegenden nasskalten Wochen auf eine positive Aussicht, die mit der beginnenden Düngeperiode einhergeht: „Wenn die Bauern das Güllefahren anfangen, wird es bald Frühling.“

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