Symbol und Signal für die Zukunft

30. Juni 2014

Über 6000 Besucher beim Tag des offenen Hofes in Heiden

Zum gestrigen Tag des offenen Hofes auf dem Betrieb Gesing in Heiden ziehen die Organisatoren ein positives Fazit. Auf Grundlage des PKW- und Fahrräderaufkommens schätzt der Landwirtschaftliche Kreisverband die Zahl der Besucher auf über 6000. Das allgemeine Interesse an der Landwirtschaft war trotz Regenwetters groß, wie der Kreisverbandsvorsitzende, Ludger Schulze Beiering (Weseke), erfreut feststellen durfte: „Hoftage wie dieser sind zentrales Mittel unserer berufsständischen Öffentlichkeitsarbeit. Auf diese und andere Weise wollen wir künftig noch häufiger ermöglichen, dass die Menschen in unsere Ställe und auf unsere Äcker gucken können.“

Schon beim Gottesdienst zu Beginn war die für den Hoftag zur Cafeteria umgenutzte Maschinenhalle mit 500 Besuchern bis auf den letzten Platz gefüllt. Familie Gesing und die vielen Helfer aus Reihen von Landwirten, Landfrauen und Landjugend hatten sich richtig ins Zeug gelegt und den Ackerbau-, Milchvieh- und Hähnchenmastbetrieb fein herausgeputzt.

Bei der anschließenden offiziellen Eröffnung stellte unter anderem Heidens stellvertretende Bürgermeisterin, Annette Brun, in ihrem Grußwort heraus, welch eine Chance zum Dialog die Veranstaltung beinhaltet: „Der Tag des offenen Hofes ist in diesem Sinne Symbol, aber auch ein Signal in die Zukunft. Wir sollten lieber miteinander statt übereinander reden.“ Der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Heiden, Achim Wesseling, dankte der Familie Gesing für die Gastfreundschaft und die Arbeit der letzten Monate sowie den rund 200 ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz am Tage. Anschließend gab Wesseling den Startschuss für die Öffnung der über 60 Stände und Angebote auf dem Hof: „Heute können Sie alles über Landwirtschaft erfahren. Von ‚A‘ wie Abkalbung bis ‚Z‘ wie ‚Zuckerrüben‘.“

Dass dies wörtlich zu nehmen war, hatte aber kaum einer erwartet. Tatsächlich drückten sich die Besucher, vor allem die jüngsten, ihre Nase am Stallgitter platt als sie die zufällig so fallende Geburt eines Kälbchens live vor Ort miterleben konnten. Später durfte sich auch noch eine weitere Kuh über Nachwuchs freuen – unter staunenden Blicken vieler Besucher im Stallgang. Eine gute Gelegenheit, die die Landwirte für Gespräche und Erläuterungen genutzt haben. Wie etwa für die Erklärung, dass eine Kuh ein Kälbchen bekommen muss, um Milch zu geben. Hier und an vielen anderen Stellen bestand ausreichend Gelegenheit, Kontakt zu Bauernhoftieren aufzunehmen und Landwirte alles zu fragen – schließlich waren diese an ihren neuen agrargrünen T-Shirts gut zu erkennen. Hinten auf dem Shirt prangte in gelben Lettern das Motto des Hoftages: „Wir ackern für beste Lebensmittel“.

Außerdem gab es reichlich Gelegenheit, moderne Landtechnik und Pflanzenbau kennenzulernen. Auf einem Demoacker beispielsweise konnten Besucher einen Überblick darüber gewinnen, welche Nutzpflanzen typischerweise auf Heidens Äckern heimisch sind. Verstehen durch anfassen und selber machen lautete ein weiterer konzeptioneller Aspekt des Hoftages. So konnten kleine Besucher am Kartoffelstand der Firma Weuthen selber Kartoffeln durch eine Presse drücken, unten kamen länglich-rechteckige gelbe Stangen heraus, die nach einem ausreichenden Bad in der Fritteuse als Pommes auf den Teller kamen. Wissen wo’s her kommt. So schmeckt Landwirtschaft richtig gut!

Zu diesem Motto passten auch die weiteren kulinarischen Angebote. Bestens zufrieden sein konnten auch die Landfrauen aus Heiden, die in der Cafeteria über 170 Kuchen verkaufen konnten. Am allerbesten zufrieden waren an diesem Tag aber die vielen Kinder unter den Besuchern. Neben dem Blick hinter die Hofkulissen hatten sie auch ausgiebig Gelegenheit zum Spielen im Strohparadies, in der Pellets-Wühlkiste oder an den Spielgeräten des WLV-Bauernhofmobils.

Berichte und Bilder zum Hoftag finden Sie unter www.wlv.de/hoftag-heiden

 

Zum Thema: Tag des offenen Hofes

Der Deutsche Bauernverband lädt alle zwei Jahre bundesweit die Bevölkerung zum Tag des offenen Hofes ein, woran sich jeweils auch der Landwirtschaftliche Kreisverband Borken beteiligt. Vor Ort maßgeblich unterstützt wird die Hoftag-Initiative diesmal von der Sparkasse Westmünsterland, den Stadtwerken Borken, der Raiffeisen Hohe Mark eG, der Volksbank Heiden sowie der Provinzial-Geschäftsstelle Pels.

Presse-Kontakt

Kälbchengeburt

Am Sonntag hatte der Landwirtschaftliche Kreisverband Borken die Bevölkerung eingeladen zum Tag des offenen Hofes in Heiden auf den Betrieb Gesing. Über 6000 Verbraucher sind trotz Regenwetters der Einladung gefolgt und konnten Landwirtschaft hautnah erleben, wie hier im Bild die Geburt eines Kälbchens. Foto: Stephan Wolfert, WLV

Einsichten in die Tierhaltung

Beim Tag des offenen Hofes in Heiden auf dem Betrieb Gesing konnten die Besucher hinter die Kulissen der Landwirtschaft schauen, wie hier beim Blick in Gesings Hähnchenstall. Foto: Stephan Wolfert, WLV

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