Landwirte und Grüne wollen Regionalvermarktung stärken

12. November 2015

Gemeinsame Initiative will Aktivitäten im Kreis bündeln

Zwischen Grünen und Landwirten besteht seit Jahren ein regelmäßiger Austausch über aktuelle Entwicklungen und Standpunkte, gemeinsame wie unterschiedliche. Auf ihrem jüngsten Treffen in Borken haben WLV und Grüne sich mit Potentialen und Chancen der Regionalvermarktung beschäftigt und waren sich einig, dass die allgemeinen Rahmenbedingungen für die Anbieter hochwertiger regionaler Produkte aus dem Westmünsterland deutlich verbessert werden können.

„Regionalvermarktung verfolgt das Ziel, den Auf- und Ausbau regionaler Wertschöpfungsketten und regionaler Wirtschaftskreisläufe durch die Erschließung dezentral strukturierter Wirtschaftspotentiale in ländlichen Räumen zu verankern und lebenswerte, zukunftsfähige Regionen zu erhalten," sagt Dietmar Eisele, stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Kreistags. Gleichzeitig werde mit einer verstärkten Regionalvermarktung die Eigenständigkeit ländlicher Regionen gestärkt.

„Gut 200 Landwirte in der Region setze bereits seit längerem auf Regional- bzw. Direktvermarktung," ergänzt Jörg Sümpelmann, Geschäftsführer des WLV im Kreis. Die Bürgerinnen und Bürger kennen die Selbstvermarkter dabei meist persönlich oder besuchen einen der vielen Hofläden in der Region. Diesen Ansatz möchten der WLV und die Grünen im Westmünsterland verstärken und neben den Landwirten auch Handwerker und Unternehmen der Region für eine stärkere Marke Westmünsterland gewinnen, denn je häufiger ein Euro innerhalb der Region die Hand wechselt, desto mehr Wertschöpfung, qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze und regionale Entwicklungsperspektiven werden geschaffen. Schon heute verantwortet die Landwirtschaft im Kreis tausende von Arbeitsplätzen – mit dem vor- und nachgelagerten Gewerbe, auch in der Ernährungsbranche sind das NRW- weit sicher 30.000 Arbeitsplätze. Diese Stärke der Region will man nutzen aber auch ausbauen.

„Die Wertschätzung von Verbraucherinnen und Verbrauchern zugunsten heimischer Produkte wird mit einer Regionalmarke verstärkt und eine Abkehr von der reinen Billig-Mentalität der Discounter gefördert," betont Gertrud Welper, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag. „Wirtschaftliche Aktivitäten in der Region und für die Region bieten eine Reihe von Ansatzpunkten, neue und stärker verbraucherorientierte Absatzwege zu schaffen – ohne sich globalen Entwicklungsperspektiven und neuen Technologien zu verschließen", ergänzt WLV Vorsitzender Ludger Schulze Beiering. Diese Potentiale müssten genutzt und innovativ weiterentwickelt werden.

WLV und Grüne wollen abgestimmt in den kommenden Monaten im Rahmen ihrer Aktivitäten die Idee zur Stärkung und Bündelung des Regionalmarketings mit verschiedenen Akteuren in der Region besprechen. So können sie sich etwa vorstellen, die Koordination einer Regionalmarke Westmünsterland zunächst einmal bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises zu verankern.

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