Was gibt’s Neues beim Hochwasserschutz?

26. Mai 2017

Info-Abend des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes

Überflutete Felder, so wie hier in Heiden nach dem Starkregen Ende Juni , waren 2016 leider an vielen Stellen im Kreis Borken zu sehen. Welche Konzepte es gibt, um plötzlichen Wassermassen besser Herr werden zu können, soll am Mittwoch erläutert und diskutiert werden. Foto: WLV

Katastrophenalarm im Kreis Borken mit Hochwasser in Isselburg, Gemen und Velen, überflutete Felder in Bocholt und anderswo: Gerade der letzte Sommer hat noch einmal vor Augen geführt, dass mit Hochwasser und Überflutungen zu rechnen ist. Und immer ist die Landwirtschaft mitbetroffen. Unter der Überschrift „Der nächste Regen kommt bestimmt – Was gibt’s Neues beim Hochwasserschutz?“ lädt der Ausschuss für Nebenerwerbslandwirtschaft im Landwirtschaftlichen Kreisverband alle Interessierten zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ein. Sie findet statt am Mittwoch (31. Mai) um 19:30 Uhr in der Gaststätte „Zum Breul“ (Breul 103) in Stadtlohn.
Zwei Referenten werden ins Thema einführen. Friedel Wielers (Abteilungsleiter „Planung, Natur-, Arten- und Hochwasserschutz, Wasserbau“ beim Kreis Borken) gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Möglichkeiten im Hochwasserschutz. Wie so etwas für eine Kommune im Einzelfall aussehen kann, stellt Richard Bömer am Beispiel Ahaus vor. Er ist Leiter des Fachbereichs „Tiefbau und Entsorgung“ bei der Stadt Ahaus und dort unter anderem für den Hochwasserschutz zuständig.

Viele offene Fragen zum Hochwasserschutz

Gerade im Zuge der Starkregen- und Hochwasserereignisse des letzten Sommers kam in der Landwirtschaft die Frage auf, welche Rolle sie bei der Bewältigung der Herausforderungen spielen möchte, soll und kann. Lassen sich Wassermassen über technische Maßnahmen in den Griff bekommen? Geht Hochwasserschutz nur zusammen mit Naturschutz? Was bedeuten die unterschiedlichen Ansätze für die Bewirtschaftung der Landwirtschaftlichen Flächen? Und wenn diese überflutet sind: Wie und wie schnell geht das Wasser wieder weg? Diese und weitere Fragen werden bei der Veranstaltung umrissen und diskutiert. Der Eintritt ist frei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zum Thema: Ausschuss für Nebenerwerbslandwirtschaft

39 Prozent der 2800 aktiven landwirtschaftlichen Betriebe im Kreis Borken (gemäß letztem veröffentlichtem Stand von 2010) werden im Nebenerwerb geführt, das heißt: Die Betriebsleiter gehen hauptberuflich einer anderen Tätigkeit nach. Der Nebenerwerb kann sowohl Übergangsstadium als auch stabile Form einzelbetrieblicher Entwicklung sein. Aufgrund der Wichtigkeit der Nebenerwerbslandwirtschaft existiert im Landwirtschaftlichen Kreisverband ein eigener Fachausschuss, den Delegierte aus allen 34 Ortsverbänden im Kreis bilden. Neben internen Sitzungen und Exkursionen lädt der Ausschuss einmal im Jahr zu einem öffentlichen Abend ein. Sprecher des Ausschusses ist Hubert Seggewiß (Rhede).

Presse-Kontakt

Hochwasser in Heiden

Überflutete Felder, so wie hier in Heiden nach dem Starkregen Ende Juni , waren 2016 leider an vielen Stellen im Kreis Borken zu sehen. Welche Konzepte es gibt, um plötzlichen Wassermassen besser Herr werden zu können, soll am Mittwoch erläutert und diskutiert werden. Foto: WLV

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